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22.03.2018 9 Reax
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Facebook löschen ist keine Lösung

Hannes Britschgi - unser Mann in Bern

Die Frage: Wer bin ich? steht am Anfang der aktuellen Facebook-Krise. Wissenschaftler Aleksandr Kogan köderte 270 000 Nutzer mit dem Versprechen: «Persönlichkeitsprofil» gegen Zugang zu persönlichen Daten. Perfid täuschte Kogan eine wissenschaftliche Studie vor. Tatsächlich wollte er möglichst viele Daten fischen. Facebook ist ihm genauso auf den Leim gekrochen wie die User.

Er verschaffte sich gleichzeitig auch noch den Zugang zu den Daten aller Freunde dieser 270 000 Wer-bin-ich-Gwunderis. Weil diese im Schnitt 185 Freunde hatten, konnte Kogan die Daten von 50 Millionen Usern absaugen. Mit dem ergaunerten Datenschatz machten er und seine Hinterleute zielgruppenspezifische Politwerbung – zum Beispiel für Trump.

Ein Whistleblower deckte vor Tagen auf, dass schon Obamas Wahl-Team Daten wilderte, Facebook aber keine Lust zeigte, seine User besser zu schützen. Erst jetzt bequemt sich Mark Zuckerberg, Fehler einzugestehen und besseren Schutz anzukündigen. Formuliert der Hashtag #deletefacebook die Lösung? Sicher nicht. Es wäre ein wirtschaftliches Desaster. Zu viele Firmen hängen heute am Tropf von Facebook. Von den Entzugserscheinungen der User ganz zu schweigen.

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