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23.03.2017 38 Reax
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Frankreich wählt, Europa zittert

Hannes Britschgi, unser Mann in Bern.

Sie will raus aus dem Euro, raus aus der EU. Marine Le Pen, die Chefin des Front National, weiss, was sie will, sollte sie die «Présidentielle 2017» gewinnen. An der ersten «Grand Débat» auf dem französischen Sender TF1 versprach sie ihren Landsleuten einmal mehr, dass sie über den Austritt aus der EU abstimmen lässt. Sie, Marine, wolle Präsidentin der Franzosen werden, nicht «Vize-Kanzlerin von Angela Merkel». Sie streckte eine plakative Grafik in die Kameras, die die deutsche Dominanz in Europa seit der Einführung des Euros auf den Punkt brachte. Sie drohte dem grossen Nachbarn mit einer 35-prozentigen Steuer auf deutschen Exporten. In ihrem wirtschaftlichen Protektionismus tönte sie wie Donald Trump.

Le Pen attackierte Emmanuel Macron, den Kandidaten der Politbewegung «En marche», wegen seiner Bankenvergangenheit und wegen seiner Toleranz für Muslime. Sie weiss, dass er am 7. Mai im zweiten Wahlgang der wahrscheinliche Gegner sein wird. Macron ist «le Barack français», der Mann für den Aufbruch. Die liberalen Franzosen und Europäer hoffen, dass er Le Pen verhindert. In der TV-Debatte geriet er unter den Angriffen von rechts und links immer wieder in die Defensive. Doch Macron demonstrierte, dass seine schönen Beisserchen nicht nur strahlen, sondern auch richtig wehtun können. Der rhetorische Sieger des Sonntagabends aber war Kandidat Chancenlos – der Linke Jean-Luc Mélenchon.

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