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27.04.2017 38 Reax
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Im Politlabor Frankreich köchelt Europas Zukunft

Hannes Britschgi, unser Mann in Bern.

Im Westen braut sich was zusammen. Die erste Runde der französischen Präsidentenwahl hat den beiden grossen Parteien einen «dimanche noir» beschert. Ihre Kandidaten sind ausgeschieden. Am 7. Mai machen Emmanuel Macron und Marine Le Pen die zweite Runde unter sich aus. Der amtierende Sozialist François Hollande wird entweder von einem «unerfahrenen Narziss» oder einer rechtsextremen Populistin abgelöst werden. Beide treten ohne jede Machtbasis im Parlament an. Ein historischer Moment in der Fünften Republik. Macron hat zwar aus dem Nichts eine Bewegung gestampft: «En Marche!». Aber mit ihr kann er in den Parlamentswahlen im Juni nie und nimmer eine dominierende Hausmacht installieren. Die Partei Le Pens, der Front National, hat bei den letzten Wahlen 2012 gerade mal zwei Sitze im nationalen Parlament erobert. Am Sonntagabend schrie Le Pen ihren Anhängern zu: «Ich bin die Kandidatin des Volkes», während Macron sich zum Kandidaten der «Patrioten gegen die Nationalisten» erklärte. Was immer die beiden im Endspurt den Franzosen versprechen, der oder die Künftige im Elysée ist in der Europa-Politik beschränkt handlungsfähig. Damit hat die zweitgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone einen General ohne Armee an der Spitze. Für Europa nicht die schlechteste Variante.

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