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Fadegrad

12.11.2018 48 Reax
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Journalismus von oben

Steilpass für Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli

Der Journalismus in Zeiten kapitalistischer Grausamkeiten bringt eine Art DDR-Medien 2018 hervor. Die neue SRF-Direktorin erklärt in einem Interview ihr Verständnis von gelenktem Journalismus. «Nachrichtenbeiträge sollen bloss noch abbilden, nicht mehr bewerten», zitiert sie der österreichische «Der Standard». Früher nannte man «Bewertungen» kritische Berichterstattung und Haltung, heute heisst dies also «Meinungsjournalismus». Journalisten wissen ganz genau, dass es keine objektiven Nachrichten gibt. News sind immer gewichtet, und sei es nur durch die Tatsache, dass sie überhaupt als Nachrichten erscheinen! Nicht die Bewertung von Nachrichten ist das Problem, sondern welchen Schrott die Medien diskutieren: Beispielsweise die Burka statt die Armut alleinerziehender Mütter. Die erste Aufgabe von Medien ist es, die Mächtigen zu kontrollieren. Dies wird ein Sammelsurium von «abgebildeten» statt eingeordneten Nachrichten nie erreichen können. Es ist also höchst bedenklich, von Journalisten zu fordern, sie sollen sich auf die Wiedergabe von Nachrichten beschränken: Dies bedeutet nichts anderes als Journalisten in ein rückwärts gebürstetes Staatsmedienkorsett einzuschnüren. Wohin dies führen kann, zeigt ein Blick nach Ungarn, Polen oder in die Geschichtsbücher.

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