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Fadegrad

20.11.2017 60 Reax
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Kauft! Mich!

Steilpass für Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli.

Leserinnen hochgelackter Frauenmagazine sollte ab und an eine Stimme zuflüstern: «Hier ist alles so falsch wie Ihre Silikonbrüste!» Jede übergriffige Bemerkung wird äusserst akribisch aufgelistet, während gleichzeitig der gekaufte Sex, inklusive Gewaltdarstellungen, bejubelt wird. Beispielsweise bei den «Porny Days» diese Woche. Illustriert wird der «Hot Stuff»-Event mit einer Frau, die auf allen Vieren, Halsband inklusive, von einer Lederstrapsendame vor dem Publikum hin und her gezerrt wird. Auch die «Sternstunde Philosophie» von SRF plappert wie neoliberale Aufziehpuppen über das «Tabu» Porno, ohne zu bedenken, dass «Zärtlichkeit» viel das grössere Tabu in unserer Zeit darstellt. Doch Philosophie ist in den «Sternstunden» schon länger nicht mehr fürs Denken, sondern fürs Verkaufen zuständig.

Porno und Prostitution sind megahip. Sex ist in einer Geldreligion eben viel zu wertvoll, um ihn gratis abzugeben. Oder – bewahre! – ihn ganz normalen Menschen zu überlassen. Deshalb wird Sex im Alltag kriminalisiert. Sex als Marktprodukt hingegen soll teuer und möglichst pornografisch verkauft werden. Man merke: Missbrauch ist nur dann verwerflich, wenn kein Geld fliesst. Tja, was der Kapitalismus so alles mit Kopf und Körper anstellen kann, nicht wahr?

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