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Fadegrad

12.02.2018 89 Reax
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Wenn Akten weinen

 

Wenn Akten weinen Ein Tagebuch gehört zu den intimsten Dingen im Leben eines Menschen. Die privaten Notizen gehören nicht der Öffentlichkeit. Wenn nun aber der Staat auf die Idee kommt, Dokumente wie ein Tagebuch zu behandeln, ist etwas faul im Staat. Die DDR-Stasi versuchte noch im letzten Moment, die belastenden Unterlagen aus dem Weg zu schreddern. Das einfache Volk wusste dies zu verhindern. 2018 hat nun auch die Schweiz ihren Stasi-Moment: Die Akten über die schweizerische Geheimarmee P26, vor 28 Jahren enttarnt, sind einfach aus dem VBS verschwunden. 7 Ordner und 20 Dossiers – unauffindbar! Der oberste Historiker der Schweiz schlägt richtigerweise Alarm: «In der Verwaltung denkt man, dass Zensur die schnellste und billigste Lösung ist» (BZ, 9. 2. 2018). Dies ist eine Ungeheuerlichkeit. Denn wir Bürgerinnen und Bürger haben als Souverän ein verbürgtes Recht zu erfahren, was unser Staat treibt oder so trieb. Gerade wenn eine Organisation ohne Gesetz und politische Kontrolle quasi einen Staat im Staat gründete! Höchste Zeit also, den Beamten, allen voran im VBS, aber auch – laut Sascha Zala – im EJPD und in der Finma kräftig auf die Finger zu hauen. Denn Archive dienen der Demokratie, nicht der Paranoia und Geheimnistuerei ihrer hochbezahlten Beamten.

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