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07.02.2018 73 Reax
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Auf Schleimspuren nach Verbier

 

Die SVP hat recht: Menschen aus Ländern mit anderen Moralvorstellungen und Rechtssystemen können unsere Kultur des Zusammenlebens gefährden. Unser Nationaldichter Friedrich Dürrenmatt hat uns schon 1956 gewarnt. Seine Tragikomödie «Der Besuch der alten Dame» zeigt, welche Schleimspur von Unterwürfigkeit und Korruption die Rückkehr einer Milliardärin legen kann. Claire Zachanassian heisst heute Roman Abramowitsch. Statt Güllen heisst ihn Verbier willkommen – was noch auf ein paar juristische Hindernisse stösst. Welche, darf man nicht erfahren. Der Plutokrat aus Russland hat ein richterliches Verbot erwirkt. Auch in Zachanassians Hofstaat kommt ein bestochener Richter vor. Womit nichts gesagt sein will. Doch heute muss niemand mehr die Schleimspur selber legen. Sie ist schon da: Maulkörbe für die Presse. Der Artikel 30 des Ausländergesetzes, wonach der Aufenthalt genehmigt werden kann, wenn «erhebliche kantonale fiskalische Interessen auf dem Spiel stehen». Die Sonderregelung im Steuergesetz, die für reiche Ausländer eine Pauschalbesteuerung vorsieht. Das Gesetz ist nicht für alle gleich. Verbier ist Güllen, ist die Schweiz. Und auch die SVP beugt sich dem fiskalischen Interesse.

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