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26.04.2017 7 Reax
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Demokratie braucht Utopie

 

Mehr Sehnsucht wünscht sich der Kolumnist Frank A. Meyer, Abermillionen von einzelnen Sehnsüchten. Sie seien die Essenz der Demokratie. Dass Sehnsüchte aber kollektiv werden und sich in Utopien verwandeln – das ist für FAM des Teufels. Wohin so etwas führe, wisse man ja. Unsere politischen Sehnsüchte beziehen sich immer auf das Kollektiv, auf das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Auch Meyer sehnte sich, wie er sagt, schon als Kind nach einer angstfreien Gesellschaft.Wir Heutigen aber leben in einer marktradikalen Gesellschaft, die von Angst getrieben wird – der Angst vor Armut, vor dem Ausschluss aus eben jener Gesellschaft. In Frankreich wird gerade einer Präsident, der genau diesen Marktradikalismus predigt, der «weiss», wie man im totalen Wettbewerb besteht. Warum ist das in Frankreich möglich? Weil es dort zwar Abermillionen von individuellen Sehnsüchten nach einer weniger angstbesetzten Welt gibt – aber schon lange keine Utopien mehr, keine konkreten Vorstellungen davon, wie diese Welt aussehen könnte. Wer Wahlen gewinnen will, muss versuchen, die eigene Vorstellung einer besseren Welt zu einer kollektiven Sehnsucht werden zu lassen. Die Demokratie braucht die Utopie – sonst treibt uns der Markt noch die letzten Sehnsüchte aus.

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