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Geld und mehr

23.08.2017 82 Reax
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Die Freiheit, die die EU meint

 

Dana Rumanescu (42) ist eine von über 10 000 Rumäninnen, die Österreichs Alte betreuen. Ihre Kinder sind 7, 11 und 13 Jahre alt. 16 Tage im Monat ist sie weg. Dann betreut sie im 1300 Kilometer und 24 Stunden entfernten Wien einen bettlägrigen Senior. Die Agentur kassiert 2300 Euro, Dana bekommt davon 900 Euro. Den Rest teilen sich Vermittler und Transporteur.

Dana kassiert von Österreich noch 573 Euro Kinderbeihilfe und kommt so auf rund 6.50 Euro Stundenlohn. So viel liegt zu Hause nicht drin. Dank Personenfreizügigkeit und billigem Benzin können alle EU-Arbeitskräfte punktgenau dorthin gekarrt werden, wo sie für den Arbeitgeber rentabel sind. Deshalb verdient die ärmere Hälfte der österreichischen Arbeitnehmer heute 18 Prozent weniger als noch 1997. Da ist man im Alter natürlich auf eine billige Pflegekraft angewiesen. Die Personenfreizügigkeit macht es möglich. Als Mutter oder Mensch ist Dana

in der EU nicht gefragt. In ihrer Funktion als Arbeitskraft jedoch geniesst sie eine der vier «essenziellen Freiheiten». Dass die Schweiz an diesem «Eckwert» rüttelt, sieht man in Brüssel nicht gern. Das könnte einen Denkprozess auslösen. Was ist wirklich essenziell?

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