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Geld und mehr

15.03.2017 33 Reax
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Draghi hält den Deckel drauf

 

In der Eurozone steigt die Inflation in Richtung der Zielgrösse von 1,9 Prozent. Auch die Konjunktur zieht wieder an. Deshalb wird Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank EZB, immer öfter aufgefordert, die Geldpolitik zu lockern, sprich weniger Staatsanleihen aufzukaufen. Doch Draghi weiss, was dann passieren würde. Er darf es aber nicht sagen, weil er damit die Lawine erst recht lostreten würde. Angefangen hat es schon. Die Zinsen für spanische Staatsanleihen sind seit einem Jahr um 0,5, die von Italien gar um 1 Prozent gestiegen. Das sind auch die Länder mit den höchsten Schulden von je etwa 350 Milliarden Euro gegenüber der EZB. Will heissen: Die Gläubiger trauen diesen Ländern nicht mehr und haben ihre Guthaben an die EZB übertragen. Würde Draghi nicht mehr mitmachen, wäre an den Finanzmärkten der Teufel los. Italien wäre zuerst dran, jedes Prozent Zins kostet 1,3 Prozent des Sozialprodukts. Das Ergebnis wäre Kapitalflucht, noch höhere Zinsen, um das Geld im Land zu behalten, Kollaps, Exit aus dem Euro. Doch damit müsste auch Deutschland sein Guthaben von 750 Milliarden abschreiben. Also geht es weiter. Draghi hält den Deckel drauf und alle tun, als wäre die Welt in Ordnung.

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