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Geld und mehr

18.10.2017 38 Reax
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Wann kommt der Eulen-Coin?

 

Kryptowährungen werden oft als Privatgeld bezeichnet. Sind sie nicht. Geld ist ein Schuldschein eines sehr guten Schuldners. Das waren früher Goldschmiede und Banken. 1661 gab die Bank von Stockholm die erste Banknote Europas heraus – echtes Privatgeld. Später wurde privates Bankengeld durch Schuldscheine von nationalen Zentralbanken abgelöst. Schuldscheine stehen auf der Passivseite der Bilanz. Auf der linken Seite stehen die Aktiven. Früher war das meist Gold, heute sind es vorwiegend Guthaben gegenüber Staaten. Übertreffen die Passiven die Aktiven, wird es kritisch. Kryptowährungen werden kritisch geboren. Da steht links nichts. Es gibt weder eine Bilanz noch einen Schuldner. Es gibt nur die Hoffnung. Diese beruht darauf, dass Kryptowährungen beschränkt sind. Bitcoins etwa auf 21 Millionen Stück. Garantiert. Das verleiht ihnen eine gewisse Ähnlichkeit mit Gold, das ja auch knapp ist. Deshalb werden Kryptocoins zuweilen auch als Warengeld bezeichnet. Richtiger wäre der Ausdruck «Klang-Geld». Das Copyright dafür liegt bei Till Eulenspiegel, der um 1500 seinen Wirt mit dem Klang des Gelds bezahlte. Höchste Zeit, dass endlich jemand einen Eulen-Coin auf den Markt wirft.

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