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21.03.2018 21 Reax
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Zeitalter des Standort-Wettbewerbs

 

Der Abschied kam auf leisen Sohlen. Auch die Ökonomen haben nicht gemerkt, dass wir mit dem Standortwettbewerb die Marktwirtschaft hinter uns gelassen haben. Marktwirtschaft ist, wenn der Wettbewerb die Firmen zwingt, ihre Güter mit möglichst geringem Einsatz der Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden herzustellen. Markt geht nur so lange, wie Arbeit ein knapper Produktionsfaktor ist. Das war einmal.

Seit etwa 30 Jahren ist die Arbeit vom Produktionsfaktor zum Gut geworden. Heute produzieren die Firmen zwar immer noch Schuhe, Autos etc., doch davon haben wir eh genug. Was zählt, ist, dass sie Jobs schaffen. Diese verkaufen sie den meistbietenden Ländern und Städten. Meistbietend heisst: billige Arbeit, günstige Kredite und oft noch gratis Land. Willkommen im Zeitalter des Standortwettbewerbs.

Der Unterschied ist enorm: In der Marktwirtschaft werden die Arbeitnehmer gehätschelt und nur für sinnvolle Arbeit eingesetzt. Im Standortwettbewerb fugen private Postzusteller für 5 Euro die Stunde Zalando-Pakete vom subventionierten Lager zum Kunden und zurück. Vor 30 Jahren hätten solche Szenarien laute Proteste ausgelöst. Jetzt wissen die Ökonomen, dass es nur die anderen getroffen hat.

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