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Generation L

18.09.2018 11 Reax
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Stressfrei durchs Leben

Buchautorin Linda Solanki.

Wir haben zu viel Stress. Wir, das sind diverse Leute aus meinem Freundeskreis und meine Wenigkeit. Das haben uns zumindest verschiedene Ärzte, Coaches, Psychologen und Naturheilpraktiker diagnostiziert.

Stress kann ja verschiedene Ursachen haben: Überarbeitung oder Unterforderung im Job, Probleme in der Familie oder der Beziehung, der Anspruch, allen gerecht zu werden, sportliche Überanstrengung, ein zu voller Terminplan, aber auch sogenannter Freizeitstress.

Wenn wir jeden Abend mit Freunden losziehen, am Wochenende bereits am Morgen zum Brunch, am Mittag zum Kaffee und nachmittags zur Dayparty verabredet sind, freut sich zwar unser Gemüt, dem Körper aber ist es schnell einmal zu viel. Auf diesen hören wir nämlich viel zu selten. Schlafen können wir, wenn wir tot sind, lautet unser Motto und dieses wird konsequent eingehalten.

Bis es uns dann erwischt: Burnout, Erschöpfungsdepression, oder wie in meinem Fall auch ein Überschuss an Energie, ausgelöst durch stressbedingtes Dauer-Adrenalin. Dabei fühlte ich mich gar nicht gestresst, zumindest nicht mehr als sonst. Hier zeigt sich wieder, dass wir nur noch auf den Kopf hören und nicht mehr auf den Körper. Mein Kopf fand nämlich die vielen Projekte toll, die ich auf dem Tisch hatte. Und die Aktivitäten, die ich daneben noch ausführte, sowieso. Süsses Nichtstun hielt er hingegen für eine Verschwendung kostbarer Lebenszeit.

Aber es nützte nix. Wenn ich mir nicht schaden wollte, musste ich einige Dinge ändern. Also strich ich den Feierabenddrink mit Freunden und unternahm stattdessen ausgedehnte Spaziergänge. Ich reduzierte meine Sporteinheiten auf ein Minimum, besuchte dafür öfters ein Spa, ging zeitig zu Bett und blieb auch mal länger liegen. Die Parties am Wochenende fanden vorwiegend auf meiner Couch statt. Soziale Unternehmungen reduzierte ich auf dreimal die Woche.

Es nützte, mein Körper zeigt mittlerweile weniger Stresssymptome. Dafür bin ich seelisch nicht auf der Höhe. Ich vermisse mein altes Leben, die spontanen Abende mit Freunden, die ausschweifenden Feste und das grosse Leiden am Tag darauf. Gemütlich daheim netflixen ist ja ganz okay, aber ab dem dritten Abend in Folge wird es langweilig. Die ideale Lösung wäre also etwas, das Körper und Geist gleichermassen guttut. Ich muss wohl weitersuchen, bis ich eine gesunde Balance zwischen körperlicher und seelischer Entspannung gefunden habe. Aber ich habe ja Zeit. Stressen lasse ich mich davon jedenfalls nicht.

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