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Generation L

01.03.2017 103 Reax
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Dating à la New York

Buchautorin Linda Solanki.

Vor kurzem fragte mich eine Freundin, wie der Datingprozess in New York abläuft, da sie, Single, darüber nachdenkt ein paar Monate dort zu verbringen. Ich habe ihr daraufhin meinen Erfahrungsschatz mitgeteilt, den ich euch ebenfalls nicht vorenthalten will – denn nach New York verschlägt es die meisten einmal früher oder später. Übrigens gilt das meiste davon auch umgekehrt, also ebenfalls für die weiblichen Bewohner.

Das schöne Männermodel, der sensible Künstler, der erfolgreiche Wallstreet-Hai – egal auf welchen Typen ihr steht, in New York werdet ihr ihn finden. Und das im Dutzend. Das Problem bei dieser vielfältigen Auswahl ist, dass sie auch andersrum läuft. Sprich: Die Konkurrenz ist gross.

Unserer Generation wird gerne vorgeworfen, dass sie sich nicht festlegen will. Warum soll man sich auch auf jemanden einlassen, wenn da draussen noch so viele Andere, potenziell Bessere rumlaufen? Das mag in Kleinhinterweltsdorf die Partnersuche schon erschweren. Stellt euch das nur mal in New York vor, einer Stadt mit mehr als acht Millionen Einwohnern und viele davon – nicht zufällig – Dauersingle.

Dating in New York ist hart – kann aber auch sehr viel Spass machen, wenn man nicht mit der Erwartung hingeht, dass sich aus dem ersten Treffen zwangsläufig zu einer Beziehung entwickeln wird. Nutzt die Rendezvous also, um neue Orte zu entdecken und Leute kennenzulernen. Jeder in New York hat eine Geschichte; nutzt eure Dates dazu, euch so viele wie möglich davon anzuhören.

Ich würde an dieser Stelle gerne den typischen Bewohner charakterisieren, aber das kann ich schlecht, denn den New Yorker gibt es nicht. Was jedoch alle Typen gemeinsam hatten, die ich während meiner Zeit in Manhattan gedated habe – ob Model, Maler, Architekt, oder Anwalt: Sie waren alle komplett durchgeknallt. Nicht auf eine gefährliche Art; viel mehr auf eine aufregende, wenn auch mit der Zeit anstrengende Weise

Beispiel gefällig? Der Anwalt schenkte mir beim zweiten Date einen Wohnungsschlüssel und stellte mich seinen Mitbewohnern als seine Freundin vor. Der Architekt ist verheiratet und meldet sich auch heute, drei Jahre nach meiner Abfuhr, noch ab und zu. Der Maler brauchte jeweils zwei Wochen am Stück Ruhe, in denen er keine Menschenseele sprechen wollte. Diese Abschottung vollzog er nicht etwa, um Kunst zu kreieren. Nein, er mochte einfach die Gesellschaft anderer Leute nicht besonders.

Und die Models? Davon will ich gar nicht erst anfangen... Mein Rat an euch: Tut es den Männern gleich und sucht euch unverbindliches Vergnügen. Irgendwann werdet ihr so viele Exzentriker durchhaben, dass ihr euch nach einem netten Normalo sehnt. Die gibt es nämlich auch. Und dann steht einem romantischen Happy End à la Sex and the City nichts mehr im Weg. Ausser vielleicht das ein oder andere Männermodel.

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