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Generation L

05.07.2017 149 Reax
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Emanzipierte Knackpos

Buchautorin Linda Solanki.

Frauen sollen heute muskulös sein. So will es jedenfalls das aktuelle Schönheitsideal. Davon kann man nun halten, was man wolle – schlussendlich ist das eh immer Geschmackssache –, den Fitnesswahn als Produkt der Emanzipation anzusehen, finde ich aber schwierig.

Roland Müller, ein auf Körperthemen spezialisierten Psychologe, wurde im Friday Magazin zum Thema zitiert: „Muskeln waren lang Männersache. Im Zuge der Emanzipation holden die Frauen aber auch auf diesem Gebiet auf.“ Einen Unterschied der Geschlechter sieht er aber doch: „Männer streben beim Krafttraining schon lange einen muskulösen Oberkörper an – für Frauen ist nun ein ausladender, knackiger Po das ultimative Ziel.“

Mit Verlaub: Geht’s noch? Was hat es denn bitteschön mit Emanzipation zu tun, sich stundenlang im Fitnessstudio abzumühen, um einem gesellschaftlichen Schönheitsideal zu entsprechen und dem Körper seiner Lieblingsbloggerin nachzueifern? Welche emanzipierte Frau gibt ein knackiger Po als ihr ultimatives Ziel an?

Emanzipiert wäre es, auf das Schönheitsideal zu pfeifen und zu seinem Körper zu stehen, so wie er eben ist. Klar gibt es Leute, denen Sport zur Erholung dient. Ich wage aber zu behaupten, dass Leute, die rein zur Vergnügungszwecken und nicht aus ästhetischen Gründen Sport treiben, dann eher Fussball- oder Tennis spielen. Oder wer kann sich bei Planks so richtig schön entspannen?

Es ist ja nichts falsch dabei, viermal die Woche Kraftsport zu machen. Nur, wenn dann behauptet wird, ein aufgepumpter Körper sei ein Zeichen der Emanzipation, kann ich mir das Lachen nicht verkneifen. Denn, so behaupte ich, der Grossteil der Leute, die heute auf Masse setzen, sind die ersten, die den Proteinshake gegen Salat eintauschen, sollte der Trend in ein paar Jahren beispielsweise Richtung Skinny Chic gehen.

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