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Generation L

08.11.2017 321 Reax
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Emotionale vs. sexuelle Untreue

Buchautorin Linda Solanki.

Untreue kann viele Facetten haben. Grob kann man sie jedoch in zwei Kategorien einteilen: die emotionale und die sexuelle Untreue. Meine Freunde sind sich einig: für sie ist die emotionale Untreue viel verletzender als die sexuelle. Ich bin anderer Meinung.

„Es ist doch nur Sex“, sagen meine Freunde, „Das hat nichts mit Liebe zu tun.“ Wenn man seine Gefühle strikt vom körperlichen trennen kann, mag das wohl stimmen. Zudem sei es normal, dass man nach ein paar Jahren nach Abwechslung von der im Bett herrschenden Monotonie sehne. Auch das kann ich nachvollziehen, obschon ich überzeugt bin, dass man der Einöde mit genug Offenheit, Kreativität und Neugierde prima entgegenwirken kann. Ich habe mich jedenfalls noch nie gelangweilt.

Die Argumente meiner Freunde leuchten mir durchaus ein. Woran mag es also dann liegen, dass ich als einzige in meinem Freundeskreis ein Problem mit sexueller Untreue zu haben scheine? Bin ich besonders prüde? Oder altmodisch?

Egal, ob sexuelle oder emotionale Untreue, beides ist nicht schön. Was für mich aber den Hauptunterschied macht, ist die Absicht. Liebe kann man sich nicht aussuchen. Sie passiert einfach. Manchmal völlig irrational und unpassend, aber dennoch entsteht sie. Wenn also jemand emotional untreu ist – sprich: sich in einen anderen verliebt – kann man ihm wenig vorwerfen. Das soll nicht heissen, dass es eine schmerzfreie Angelegenheit ist. Leiden tun in dieser Geschichte wohl alle Beteiligten mehr als genug.

Sexuelle Untreue hingegen ist eine bewusste Entscheidung. Niemand kann behaupten, er konnte gar nicht anders als mit einer anderen Person zu schlafen. Und genau hier liegt der Hund begraben. Meiner Meinung nach zeugt sexuelle Untreue von mangelndem Respekt dem Partner gegenüber. Und was ist eine Beziehung überhaupt noch wert, wenn der Respekt fehlt?

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