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Generation L

01.11.2017 177 Reax
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Verrückte Feiertage

Buchautorin Linda Solanki.

Heute ist Weltnudeltag. Also nicht heute, heute, sondern an dem Tag, an dem ich diese Kolumne schreibe, dem 25. Oktober. Erfahren habe ich davon, weil sich einige meiner Facebook Freunde so sehr über diese Tatsache freuten, dass sie Artikel posteten, die anlässlich des Feiertages Pasta als solches thematisierten. Auch ich freute mich und zwar darüber, dass es trotz Low-Carb-Wahn noch genug Anhänger der Mehlspeise gibt. Das nährt die Hoffnung, dass Spaghetti & Co. auch in Zukunft noch vielerorts erhältlich und nicht durch Quinoa oder Amarant ersetzt worden sein werden.

Lustig finde ich es dennoch, dass man der Nudel einen eigenen Tag zuspricht. Obwohl, mittlerweile gibt es ja für quasi alles einen Feiertag, ja, man kommt aus dem Zelebrieren kaum noch raus. Der Welt-Braille-Tag (4. Januar) macht meiner Meinung nach sogar noch Sinn, denn die nach ihrem Erfinder Louis Braille benannte Blindenschrift dürfte den Sehbehinderten die schriftliche Kommunikation ungemein erleichtern.

Kurioser dünkt mich der sechs Tage später stattfindende Welttag der Blockflöte. Wenn schon, könnte man doch gleich allen Flötenarten huldigen. Und gibt es tatsächlich jemanden, der diesen Tag feiert? Dasselbe mag man sich beim Tag des Fernsehens (21. November) fragen. Obwohl, wenn Glotze einschalten in diesem Fall als Feiern gilt, gibt es da sicher so einige, die es gehörig krachen lassen. Auch beim Welt-Star-Wars-Tag (4. Mai), dem internationalen Tag der italienischen Küche (17. Januar), dem Welt-Tofu-Tag (25. August), oder dem Tag des Seefahrers (25. Juni) stellt sich vor allem eine Frage: Warum?

Andere Feiertage dienen wohl vor allem als Erinnerung. So etwa der Welt-Aids-Tag (1. Dezember), der Welt-Krebs-Tag (4. Februar), oder der Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (6. Februar; obwohl man da ruhig ganzjährig dagegen sein darf). Erinnert werden sollten wir aber nicht nur an die Krankheiten und Grausamkeiten dieser Welt. Der Welt-Kuss-Tag (6. Juli) soll uns ins Gedächtnis rufen, wie schön ein bisschen Rumknutschen sein kann. Und wie man den Tag des Kuschelns (21. Januar) verbringen sollte, muss ich ja wohl nicht extra aufschreiben. Zum Glück lässt er sich prima mit dem am selben Datum stattfindenden Tag der Jogginghose kombinieren.

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