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Heiliger Bimbam

21.09.2018 22 Reax
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Hütten aus Laub

Sinnvoller leben mit Roland Diethelm, Pfarrer in Zürich.

Mit dem Vollmond am Sonntag beginnt im jüdischen Kalender das einwöchige Laubhüttenfest. Es ist das letzte der drei grossen Erntedank- und Wallfahrtsfeste, an denen jeder Jude nach Möglichkeit dem Tempel in Jerusalem einen Besuch abstattet. Bis auf die Oliven sind nun alle wichtigen Kulturpflanzen geerntet, insbesondere Weinreben. Die Sukkot, einfache Unterstände aus Zweigen und Blättern, dienten den Arbeitern bei der Ernte als Schutz vor der Sonne und zur Erholung. Bis heute isst und schläft man eine Woche lang in einer solchen Hütte.

Der Brauch erinnert an die Flucht aus Ägypten und die Gründungszeit Israels als wanderndes Gottesvolk. «Begeht es als Freudenfest mit euren Söhnen und Töchtern, euren Sklaven und Sklavinnen und mit den Leviten in eurer Stadt, den Fremden, die bei euch leben, den Waisen und Witwen», ordnet

das mosaische Gesetz an. Alle leben in Hütten statt einige in Palästen. Dieses Selbstverständnis übernahmen die christlichen Gemeinden. Mancher moderne christliche Kirchenbau hat deshalb die Form eines Zelts. Wie weit sich unser Lebensstil davon entfernt hat, ruft den Feiernden die Laubhütte in Erinnerung – und wie die Kirche ihr einstmaliges Selbstverständnis als Avantgarde vergessen hat, die neuen Zeltkirchen.

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