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Heiliger Bimbam

15.06.2018 49 Reax
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Alles einesgleichen

Sinnvoller leben mit Roland Diethelm, Pfarrer in Zürich.

Die Frau sei dem Mann untertan und Geschlechtsverkehr zwischen Männern ein Gräuel. Im altorientalischen Menschenbild ist Sexualität Machtausübung, das Verbot des Ehebruchs eine güterrechtliche Angelegenheit. Frau und Kinder gehörten einem Mann. Wer sich an ihnen vergriff, beschädigte einem Herrn sein Gut. Vergewaltigung oder Prostitution von Rechtlosen war alltäglich, die einzige Hoffnung von Witwen ihr Schutz durch die oberste Instanz der Religion.

Am Sex zwischen Männern störte, dass er einen der beiden Männer zur Frau degradierte. Sex unter Frauen galt hingegen als bedeutungslos. Die Abscheu vor Mann-männlicher Paarung drückt Angst vor dem Herrschaftsverlust über die Frau aus. Die hebräischen Propheten entwarfen die Vision einer von dieser Last erlösten Zukunft, wo das Menschenbaby mit dem Löwenjungen spielen werde.

Frauenrechte und Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Liebe sind zwei Seiten einer Münze. Das junge Christentum erlebte sich in der Anbetung des einen Herrn als Gottes Kinder. Seine Mitglieder anerkannten sich als gleichwertig, wie der Apostel Paulus einschärft: «Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einesgleichen in Christus Jesus.»

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