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Heiliger Bimbam

18.05.2018 41 Reax
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Am ringsten

Sinnvoller leben mit Roland Diethelm, Pfarrer in Zürich.

Am Pessachfest, dem Erntedank des Winterweizens, versammeln sich in Jerusalem Juden aus aller Welt und gedenken der Befreiung aus Ägypten. Sieben Wochen danach feiern sie das Wochenfest, den Erntedank des Sommerweizens. An diesem zweiten Pilgerfest gedenken sie, wie Gott auf dem Berg Sinai die Zehn Gebote des Zusammenlebens übergab.

Als Jesus an einem Pessachfest als Aufrührer von der römischen Besatzung hingerichtet und seine Bewegung mit eiserner Hand zerschlagen worden war, geschah am darauffolgenden Wochenfest Wundersames: die Juden aus der Diaspora waren es gewohnt, die Sprache ihrer Gastvölker zu sprechen. Sie konnten nach wenigen Generationen kaum mehr Hebräisch oder Aramäisch, die damaligen Kult- und Verkehrssprachen der palästinischen Juden in und um Jerusalem. So hatten sie untereinander ein Verständigungsproblem. Und plötzlich verstehen sie einander in ihren jeweiligen Sprachen.

Pfingsten, vom griechischen Wort für fünfzig Tage – sieben Wochen, war als christliches Fest geboren: Integration durch Anerkennung der Vielfalt – und nicht durch Vereinheitlichung. Hatte Gott gegen den faschistoiden Wahn eines Megadenkmals in Babylon die Sprache der Menschheit einst verwirrt, so übersetzt nun sein Geist, was jeder in seiner Eigenart den andern mitteilen will.

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