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Heiliger Bimbam

30.06.2017 423 Reax
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Missbrauch der Bibel

Sinnvoller leben mit Roland Diethelm, Pfarrer in Zürich.

Christliche Fundamentalisten und Taliban haben einiges gemeinsam. Sie laufen mit einem Buch durch die Welt, getrieben vom Wahn, alles zu verdammen, was in ihrem Buch schlecht wegkommt, besonders die Errungenschaften der Aufklärung: Menschenrechte und Rechtsstaat. Wer die Bibel so gebraucht, missbraucht sie. Das ist weitherum Konsens in den grossen christlichen Kirchen. Gesellschaftsstrukturen, in denen sich Gottes Wort offenbart hat, sind nicht Gottes Wort. Wo der Geist Jesu nicht unser Hören erfüllt, wird auch mit noch so viel Bibelzitieren kein Evangelium vernommen. Der Gottessohn lebte Vergebung, Versöhnung und Feindesliebe. Diesem Geist zuwider gaben evangelikale Jugendverbände in einer Handreichung für Jugendleiter die Weisung heraus, sich in der Ablehnung der Homosexualität am Buch Leviticus zu orientieren: «Tötet sie, schneidet sie aus dem Volkskörper.» Auch wenn der Aufruf zu direkter Nachahmung fehlt, ist der Hass gewaltig. Homosexuelle Jugendliche brauchen stärkende Zuwendung und nicht noch mehr Selbsthass. Die Frage ist nicht, was die Bibel über das Damals sagt, sondern was sagt Jesus Christus heute. Er spricht sicher nicht durch diese Handreichung, sondern durch liebevolle Eltern und Freunde – und Seelsorgende, die das Evangelium hören und weitergeben.

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