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Heiliger Bimbam

27.07.2018 31 Reax
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Transparenz der Güte

Sinnvoller leben mit Roland Diethelm, Pfarrer in Zürich.

Ich kann im Leben Geld, Einfluss, Ansehen, sexuelle Verfügbarkeit und allerhand Privilegien anstreben – oder ein Parteigänger der Güte Gottes sein. Edith Stein, hochintelligente Frau aus jüdischem Hause im deutschen Reich, entschied sich für diesen Weg bis zum bitteren Tod im KZ. Ihre Forderung an Christen fasste sie in den Satz: «Ihr sollt sein wie ein Fenster, durch das Gottes Güte in die Welt hineinleuchten kann.» Manche Christen scheinen ein Fenster sein zu wollen, durch das ihr eigenes Licht zu Gott hinausscheinen soll. Sie führen ein vorbildliches Leben und beeindrucken damit sich selbst.

Wenn das Fenster zu pompös aufgemacht ist, verfärbt und verdunkelt es das einfallende Licht. Stein fügte deshalb einen Nachsatz an: «Die Scheibe darf nicht stumpf und schmutzig sein, sonst verhinderst du das Leuchten Gottes.» Sie trat in den Orden der Karmelitinnen ein. Ihr Leben wurde zum Zeichen einer göttlichen Wahrheit, die in die Finsternis scheint. Zu ihrer Zeit trug diese Finsternis den Namen Rassismus. Heute feiert dieselbe Finsternis Urständ in Ideologien vom Vorrang grossartiger Völker. Ein wahrhaft christliches Volk misst sich aber nicht an Kreuzen in Amtsstuben, sondern an der Barmherzigkeit, in der Gottes Güte in die Welt leuchtet.

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