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M. Prix

08.01.2018 29 Reax
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Ungerechte Pflegefinanzierung

Stefan Meierhans: Kämpft für Konsumenten.

zvg

Das jüngste Beispiel des Versagens der bisherigen Regeln ist der Kanton Baselland. Dieser weigert sich, den Pflegesatz zu erhöhen, obwohl damit die Pflege unterfinanziert bleibt. Ein Heimaufenthalt

finanziert sich aus drei Quellen: Die eigentliche Pflege wird zum einen durch gesetzlich beschränkte Beiträge der Krankenkassen und der Bewohner gezahlt. Was darüber hinausgeht, müssen laut Gesetz die Kantone übernehmen. Für den Rest, also Betreuung und Hotellerie, müssen die Bewohner alleine aufkommen. Klingt so weit plausibel, hat aber einen grossen Haken. Die Gleichung lautet nämlich nicht nur in Baselland: Fixe Krankenkassen-Beträge plus geschlossenes Kantons-Portemonnaie gleich riesiger Pflegefehlbetrag. Was tun? Man bittet die Dritten im Bunde, die pflegebedürftigen Senioren, zur Kasse. Da nirgends festgelegt ist, welche Leistungen nun genau zur Pflege gehören, regelt jedes Heim das nach seiner Fasson. In Baselland sind z. B. administrative Sitzungen der Pfleger eine Betreuungsdienstleistung – zahlbar durch die Bewohner. So stopft man Löcher auf Kosten der Schwächsten unserer Gesellschaft. Inakzeptabel nenne ich das.

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