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M. Prix

05.11.2018 61 Reax
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Pflegeheimkosten – ein Urteil ist da!

Stefan Meierhans: Kämpft für Konsumenten.

zvg

Nun ist es amtlich: Das Bundesgericht hat festgestellt, dass eine klagende Seniorin zu hohe Beträge zahlen musste, weil Pflegeleistungen als Hotellerieleistungen deklariert wurden. Wieso macht man das? Die Pflege finanziert sich so: Die Krankenkassen und die Bewohner zahlen je einen festgelegten Betrag. Was darüber hinausgeht, müss(t)en laut Gesetz die Kantone zahlen. Die hohen Kosten drücken die Kantone und schaffen Anreize, sie auf das schwächste Glied der Kette – nämlich die Senioren – abzuwälzen. So werden eben Pflegeleistungen zu Hotellerieleistungen umgemünzt, denn diese gehen zulasten der Bewohner. Diese Praxis ist ein offenes Geheimnis, aber mangels Gegenwehr der betagten Betroffenen beliebt. Eine mittlerweile verstorbene Heimbewohnerin aus dem Kanton St. Gallen hat nun den Bundesgerichtsentscheid herbeigeführt. Im Urteil heisst es, die Kantone oder ihre Gemeinden MÜSSEN sämtliche ungedeckten Pflegekosten vollumfänglich übernehmen. Wird jetzt alles gut? Zweifel sind angebracht. Viele Kantone und Gemeinden wollen ihre Praxis nicht kampflos aufgeben oder spielen auf Zeit. In Hinblick auf das Alter der Betroffenen ist das an Zynismus nicht zu überbieten. Eine Schande vor dem Herrn – das Ganze!

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