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Sex am Abend

27.03.2018 53 Reax
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«Er sagt, ich jammere nur»

Caroline Fux ist Psychologin und Co-Autorin der Bücher «Guter Sex» und «Was Paare stark macht».

 

Seit der Geburt unserer Kinder hat sich mein Mann (41) extrem aus unserer Beziehung zurückgezogen. Er ist ein super Vater, aber für mich gibt es kaum Austausch, Sex oder Zärtlichkeiten. Ich (41) habe so oft versucht, auf ihn zuzugehen, aber er sagt nur, ich solle nicht immer jammern, wir hätten es doch gut. Es dauert schon so lange, und ich würde am liebsten gehen, aber ich möchte das den Kindern nicht zumuten. Sabrina

Liebe Sabrina

Menschen haben oft sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was genau in einem geteilten Alltag das brennendste Problem ist. Der eine wird von der Familienarbeit überrollt, der andere leidet im Job. Ein anderer ist unglücklich mit der Freizeitgestaltung, sein Gegenüber mit den Finanzen. Selbst wenn man das gleiche Thema als Manko identifizieren kann, heisst das noch lange nicht, dass man sich auch einig ist, wie man darauf reagieren sollte.

Diese Unterschiedlichkeit zu erkennen und zu akzeptieren, ist eine grosse Herausforderung. Den meisten Paaren ist überhaupt nicht bewusst, wie unterschiedlich ihr Erleben ist. Das Problem, das man selbst hat, ist immer das nervigste, und dasjenige, das man nicht hat, schnell mal irrelevant.

Es wirkt so, als hätten du und dein Partner im anstrengenden Familienalltag den Kontakt zueinander verloren. Dein Mann scheint belastet zu sein und sich anzustrengen. Deine Kontaktaufnahme wirkt auf ihn dann vielleicht wie eine weitere Last, statt eine Gelegenheit, Kraft zu tanken. Du hingegen leidest unter der zunehmenden Distanz.

Nehmt Druck aus der Situation, indem ihr weniger über Forderungen und Veränderungen sprecht und euch stattdessen mehr zuhört, wo der andere überhaupt steht. Erst wenn der Kontakt und das Verständnis für die Welt des anderen wieder da ist, könnt ihr klären, welche Schritte für beide passen.

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