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Sex am Abend

10.07.2018 52 Reax
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«Er will sich nicht ändern»

Caroline Fux ist Psychologin und Co-Autorin der Bücher «Guter Sex» und «Was Paare stark macht».

 

Mein Freund (31) und ich (32) sind seit drei Jahren ein Paar. Zuerst war alles super, aber nach ungefähr drei Monaten hat sich gezeigt, dass wir sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie unser Alltag aussehen soll. Ich möchte gerne Dinge unternehmen, mein Freund bleibt lieber zu Hause. Zur aktuellen Situation sagt er, dass es für ihn so stimme, und dass ich an mir und meiner negativen Einstellung arbeiten solle. Wenn er sich ändern müsse, würde er sich selbst verraten. Ich liebe und bewundere meinen Freund, aber ich fühle mich auch unglücklich und ausgelaugt, weil es immer ich bin, die sich anpasst. Marion

 

Liebe Marion

Was dein Freund also als Verpflichtung sich selbst gegenüber auslegt, wird zur Zerreissprobe für dich. Und auch wenn man mit Gelassenheit und einer positiven Einstellung viel bewirken kann, so ändert das nichts daran, dass du mit eurem Alltag nicht klarkommst. Dass dein Freund die Bewältigung der Situation offenbar komplett auf dich schiebt, macht alles nur noch schmerzlicher.

Wer eine Beziehung leben will, muss bereit sich, sich mit seinem Gegenüber in einen Tanz zu begeben, bei dem sich beide dynamisch aneinander ausrichten. Wenn dein Freund darauf keine Lust hat, wird es schwierig. Denn selbst die grösste Liebe nützt nichts, wenn sie die Partner nicht dazu bringt, auch aktiv handelnd auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen.

Sprecht über den Beziehungstanz, den ihr leben wollt und darüber, was persönliche Tanzschritte beim anderen auslösen. Definiere für dich, was du brauchst, damit es dir gut geht. Dass du dich diesbezüglich abgrenzt, liegt in deiner Verantwortung. Ergibt sich aus euren Bedürfnissen und dem Willen, einander entgegenzukommen, keine Schnittmenge, müsst ihr euch wohl oder übel die Sinnfrage eurer Beziehung stellen.

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