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Sex am Abend

08.06.2017 102 Reax
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«Ich habe zehn Mal am Tag Sex»

Caroline Fux ist Psychologin und Co-Autorin der Bücher «Guter Sex» und «Was Paare stark macht».

 

Bin ich (58) normal, wenn ich zehn Mal am Tag Sex habe? Und das mit vier oder mehr Frauen? Die meisten davon sind Exfreundinnen von mir, aber sie kommen immer wieder zu mir zurück. Ich kann und will nicht Nein sagen. Zum Glück wissen die Frauen nichts voneinander. Ich will wissen: Ist das eine Sucht oder nicht? Emile

Lieber Emile

Die Sexsucht ist als Krankheitsbild noch immer umstritten. Experten sind sich uneinig, ob es sie überhaupt gibt und wie man sie allenfalls diagnostizieren sollte.

Klar ist, dass sich eine potenziell zerstörerische Sexualität nicht einfach mit der Zahl von Sexkontakten oder Partnern diagnostizieren lässt. Es geht viel eher darum, herauszuarbeiten, welche Rolle die Sexualität im Alltag eines Menschen spielt und welche Konsequenzen sich aus einem bestimmten Verhalten ergeben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Kriterien definiert, um eine Substanzabhängigkeit zu diagnostizieren. Sie können auch beim Thema Sexsucht aufschlussreich sein. Sie befassen sich unter anderem damit, ob eine Person durch eine Substanz die Kontrolle verliert, andere Pflichten vernachlässigt, sich schadet oder den Konsum immer mehr steigern muss, um noch Befriedigung zu spüren. Die Kriterien sollte man aber nicht als eindimensionale Checkliste verstehen, sondern als Basis für eine individuelle, durch einen Profi begleitete Analyse.

Du schreibst in deinem Mail nichts darüber, wie es dir in der aktuellen Situation geht. Also ob du beispielsweise das Gefühl hast, dass dein Verhalten dir gut tut und dir mittel- und langfristig ein erfülltes Leben ermöglicht. Dein Wohlbefinden und deine Ziele sind also wichtige Faktoren, wenn es um die Frage geht, ob du etwas ändern sollst oder nicht. Rasch aufgedrückte Stempel wie «süchtig» oder «nicht normal» helfen dagegen selten.

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