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Sex am Abend

27.07.2018 124 Reax
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«Ich will keinen Oralsex geben»

Caroline Fux ist Psychologin und Co-Autorin der Bücher «Guter Sex» und «Was Paare stark macht».

 

Ich (53) war lange Zeit in einer Beziehung. Jetzt bin ich wieder Single und hatte einige Dates. Zu meiner Überraschung wurde stets erwartet, dass ich Oralsex gebe. Mir hat das nie gefallen, aber heute geht es offensicht-lich nur noch darum, und ich stehe doof da, wenn ich sage, dass ich das nicht mache. Was soll ich tun, damit ich nicht als prüde dastehe? Ich will mich nicht blamieren. Angelika

Liebe Angelika

Sich abzugrenzen und bei etwas nicht mitzumachen, das als Standard dargestellt wird, ist keine angenehme Sache. Trotzdem ist es spannend, wie sehr sich deine Bedenken darum drehen, wie du auf andere wirkst. Also, dass du dich eher um deinen Imageverlust sorgst, als um dein Glück. Frag dich ehrlich, wen und was du priorisieren möchtest: dich oder deinen Lover? Dein Glück oder die Meinung eines anderen? Die meisten möchten geliebt werden. Aber erreicht man das nur dadurch, indem man alle Wünsche der anderen erfüllt?

Es wäre spannend, zu wissen, wie die Männer reagiert haben. Begeisterung löst ein Nein ja selten aus, aber waren sie grob, verletzend oder abwertend zu dir? Und falls ja: Hattest du dann immer noch Lust, dich auf sie einzulassen? Interessant ist auch deine Einschätzung, dass es «nur noch» um Oralsex geht. Ist das so? Oder kommt es dir so vor, weil du es als einen Schwachpunkt von dir erlebst?

Eine kompetente, wohlwollende Abgrenzung ist ein zentrales Element in einer erfüllten Sexualität. Steh zu dem, was dir gut tut. Sage klar und nett, dass du keine Blowjobs gibst, weil du sie nicht magst. Dazu braucht es keine Vergleiche mit anderen und keine langen Diskussionen. Nicht mit deinen Sexpartnern, aber auch nicht mit dir selbst. Denn der schlimm-ste Druck ist der, den du dir selbst machst.

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