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Sex am Abend

17.07.2018 84 Reax
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«Sie denkt, ich sei impotent»

Caroline Fux ist Psychologin und Co-Autorin der Bücher «Guter Sex» und «Was Paare stark macht».

 

Meine Frau (46) hat nach einem Eingriff Beschwerden im Unterleib. Das wirkt sich auch auf unsere Sexualität aus. Wenn wir miteinander schlafen wollen, hat sie Angst, weil sie nach normalem Geschlechtsverkehr meist blutet. Unter diesen Umständen kann ich (50) einfach nicht mit ihr schlafen. Sie denkt mittlerweile, ich sei impotent, dabei geht bei mir einfach jede Lust flöten, wenn ich nur schon ihr schmerzerfülltes Gesicht sehe. Ich will nicht mit ihr über die Situation reden, weil ich sie auf keinen Fall verletzen will. Gerard

 

Lieber Gerard

Du magst überzeugt sein, dass dein Schweigen deine Frau schont und schützt. In Tat und Wahrheit hält es euch aber in einem Zustand, der euch schadet. Die Situation, der ihr euch stellen müsst, ist unangenehm. Sie verletzt euch und macht euch verletzlich. Aber genau das kann euch verbinden, wenn ihr den Mut habt, euch einander zu offenbaren.

Liebe und eine lange Beziehungsdauer können einem vorgaukeln, dass man quasi telepathisch verbunden ist. Man glaubt, dass man den anderen in- und auswendig kennt und dass alles logisch und so oder so längst gesagt ist. Diese Haltung ist eine Illusion und das daraus folgende Schweigen oft verheerend.

Bitte redet miteinander. Sprecht darüber, was die aktuelle Situation auslöst. Benennt eure Sorgen, Wünsche und Ängste. Hört einander erst mal zu, bevor ihr überhaupt daran denkt, etwas zu verändern.

Löst euch von der Idee, dass ihr einander im Sexuellen etwas Bestimmtes bieten müsst, um euch nah sein zu können. Schaut, was körperlich eure Möglichkeiten sind und lasst euch in diesem Prozess von einem Profi begleiten.

Ihr könnt euch erst mit euren Körpern versöhnen, wenn ihr aufhört, sie zu einer Sexualität zu zwingen, die in dieser Form keiner von euch will und die wohl auch keinem guttut.

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