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TV-Kritik

11.12.2017 30 Reax
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Dösende Klassiker

Jürg Ramspeck schaut genau hin.

Damit, dass Quoten-Projekte wie «Helene Fischer: Weihnachten» (ORF) realisiert werden, muss man sich abfinden. Wenn aber das Royal Philharmonic Orchestra in der Wiener Hofburg mit dem  Schlagersuperstar konzertiert, wird ein Kunstanspruch erhoben, als ob es sich um ein Weihnachtslieder-Potpourri oder einen klassischen Arien-Abend handelt. Frau Fischer absolviert in 90 Minuten 18 Nummern, ist sympathisch, sieht fabelhaft aus und verfügt über eine schöne Stimme, die sich allerdings auf eine einzige Klangfarbe abgeschliffen hat. Zur Bereicherung sind deshalb die Wiener Sängerknaben da, auch Mönche; hineingeschnittene, anderswo gedrehte Duette mit Kollegen und mit einer Tonspur von Frank Sinatra. Den merkwürdigsten Part hat das Londoner Symphonieorchester: Es ist dermassen diskret, dass man vermutet, es hätten halb so viele Musiker ausgereicht. Mit immer noch genügend Zeit, vor den Notenpulten zu dösen.

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