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TV-Kritik

19.04.2016 15 Reax
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Ein Fall für Millionen – dagegen ist die Matula-Frage zweitrangig

Jürg Ramspeck schaut genau hin.

Auf SRF 1 startet morgen die Wiederbelebung des Krimi-Klassikers «Ein Fall für zwei». Fans und Fachwelt sind natürlich gespannt, ob das Konzept den Abgang von Detektiv Matula verdaut. Zeitgleich finden auf Arte die 3. und 4. Folge des Sechsteilers «14 Tagebücher des Ersten Weltkriegs» statt, für mich ein zwingender Grund, mich in der Beantwortung der Matula-Frage noch etwas in Geduld zu üben.

Die «Tagebücher» gehören in ihrer Form, Geschichte aus Dokumenta­tion und Spielszenen gegenwärtig zu machen, zum Besten, was Fernsehen leisten kann. Aus dem Inferno eines entsetzlichen, überhitzten Nationalismus und diplomatischen Versagens zu verdankender Schlächterei werden Einzelstimmen laut, was in den Büchern Zahlen sind, bekommt ein Gesicht.

Was Ungeist und Blindheit anrichten, ist nie Vergangenheit, sondern Dauerbesitz unseres kollektiven ­Bewusstseins. Ein tatsächlicher Fall für Millionen – doch wohl noch etwas bewegender als ein fiktiver für zwei.

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