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25.01.2017 154 Reax
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Mörderisches «Spiel»

Wie Seidenkönig Andi die Welt sieht.

Darf sich eine Literatin mit privatem Elend in die Schlagzeilen spielen? Zoë Jenny ist Herausgeberin des Tagebuchs von Natalie K. 2014 wurden in Flaach zwei Kinder von ihrer Mutter ermordet. Die Mutter, Natalie K., brachte sich 2015 im Gefängnis um. Natalie K. hatte sich im Elend einer gescheiterten Existenz gründlich verlaufen. Glänzend gelungen scheint das Leben Zoë Jennys. 1997 publizierte sie ihren Roman «Blütenstaubzimmer». Auflage eine halbe Million. Jenny, eine zerbrechliche Schönheit, kassierte mehrere Preise. Sie war ein Shootingstar. Und das wars. Die deutsche Wochenzeitung «Zeit»: «Die folgenden Romane wurden gnadenlos zerrissen.» Aber Jenny schreibt weiter Schlagzeilen. Ihre Hochzeit in St. Moritz, ihre Scheidung oder ein neuer Mann bleiben Stoff für den Boulevard. Nun sorgt sie dafür, dass das Tagebuch einer Verliererin Spekulationen anheizt und Geilheiten bedient. Die «Sonntagszeitung» hilft und titelt: «Ich gebe beiden (Kindern) einen Kuss und hole ein Messer aus der Küche.» Zwischentitel: «Ich wollte nie jemandem schaden, ich liebte nur den falschen Mann.»Natalie K. hat wieder verloren. Ihre Familie ebenfalls. Traurig. Hauptsache, Zoë Jenny schreibt Schlagzeilen.

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