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21.12.2016 171 Reax
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Österreich: Fest für Braune

Wie Seidenkönig Andi die Welt sieht.

Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn, ein beliebter Wallfahrtsort der Neonazis, bleibt erhalten. Ein Fest für die Braunen. Der Trick ist so alt wie die Politik. Man trifft heisse Entscheidungen kurz vor der Ferienzeit oder den hohen Feiertagen. Die Bürger packen ihre Koffer für Gran Canaria oder das Tirol. Sie verlieren den Kopf über Lametta und Tannengrün. Opposition wird vertagt. Davon profitiert nun der Nationalrat der Republik Österreich. Österreichs Innenminister, Wolfgang Sobotka (ÖVP), dagegen sieht alt aus. Im Oktober propagierte Sobotka die Schleifung der beschämenden Gedenkstätte. Jahrelang hatte die Regierung – ohne Erfolg – mit der privaten Eigentümerin  nett verhandelt. Der zuständige Landeshauptmann, auch ÖVP, liess die Öffentlichkeit nun wissen, man strebe eine «soziale Nutzung im Behindertenheim als Antithese zum Nationalsozialismus an». Zynismus im Walzerland? Hitler hat nicht nur sechs Millionen Juden, Zigeuner, Schwule und Oppositionelle verschiedener Couleur ermordet. Er hat auch 250 000 körperlich und geistig Behinderte und psychisch Kranke in den Tod geschickt. Die «Antithese zum Nationalsozialismus» wird die Neonazis wenig beeindrucken.

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