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Viel Stutz

07.12.2016 285 Reax
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Tschernobyl retour?

Wie Seidenkönig Andi die Welt sieht.

Seit die ländlichen Gemeinden und Kleinstädte der deutschen Schweiz die Atomausstiegsinitiative wuchtig platt gemacht haben, empfehle ich Tschernobyl-Vergnügungsreisen für eidgenössische «Nachbeter» aller Art.

Auf dem Weg ins verseuchte Niemandsland lassen die strahlenden Helden helvetischer Kernkraft keine Begräbnisstimmung aufkommen. Gut dreissig Jahre nach dem Supergau will der Schweizer Mittelstand vom Land am Sarkophag von Tschernobyl für eine glückliche Himmelfahrt beten. Zwei Milliarden Euro hat die Schutzhülle gekostet. 40 Länder zahlen die Kosten. Nach hundert Jahren muss das Ding ersetzt werden. Der Glaube an die heissen Brüter geht ins dicke Geld. Fakten wären billiger.

Macht ja nichts. Vertreter der KKW lassen uns schon jetzt wissen, die Atomkraft «sei keinesfalls gestorben». Klar, dass die Atomindustrie nun auch die Energiestrategie 2050 in Frage stellt.

Reisen bildet. Die Vergnügungsreisen nach Tschernobyl werden unsere ländlichen Mitbürger schlagartig erleuchten, ja bekehren. Ob ein Fährtchen nach Mexiko die Trump-Wähler bekehren kann? Wer weiss? Ich fahre nicht nach Tschernobyl und nicht nach Mexiko. Mir bleibt der Bissen auch zu Hause im Hals stecken.

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