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Wirtschaftslexikon

07.12.2016 20 Reax
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Kalkulatorischer Zins

Daniel Kalt, UBS-Chefökonom Schweiz.

Banken benutzen den kalkulatorischen Zins, um zu prüfen, in welcher Höhe ein Hypothekarkredit vergeben werden kann. Bisher rechneten sie mit einem Satz von 6,5% bis 7% (5% kalkulatorischer Satz plus 1,5% bis 2% für Amortisation und Unterhalt). Die Regel lautet, dass diese Zahlungen nicht mehr als ein Drittel des jährlichen Einkommens eines Privathaushalts beanspruchen dürfen. Weil die Immobilienpreise stark gestiegen

sind und ein durchschnittliches Eigenheim im Raum Zürich heute rund 1,2 Mio. Fr. kostet, muss eine (junge) Familie rund eine Million Franken Hypothek aufnehmen. Das gibt (gemäss obigem Zins) fast 70 000 Franken Zins-, Amortisations- und Unterhaltskosten. Damit muss eine Familie für die Finanzierung eines Durchschnittseigenheims ein Einkommen von rund 200 000 Fr. erzielen. Wird der kalkulatorische Zins auf 3% gesenkt, können sich viele Haushalte neu auch ein Eigenheim leisten. Die Immobilienpreise werden aber zulegen. Und falls in ein paar Jahren die Zinsen auch kräftig steigen, werden hohe Zinszahlungen genau jenen mit knappem Einkommen den Traum vom Eigenheim zum Albtraum machen.

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