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Frau bekommt Geschwülste wegen Piercing

Die Infektionsgefahr von Piercings ist nicht zu unterschätzen. Was aber die 29-jährige Jennifer durchmachen musste, übersteigt jegliche Vorstellungskraft.

Vor elf Jahren tat Jennifer, was Tausende junge Mädchen in ihrem Alter tun: Sie liess sich Ohrenpiercings stechen. Doch statt den neuen Schmuck stolz zu tragen, bemerkte die junge Amerikanerin bald eine Infektion, die immer schlimmer wurde. Sie entfernte die Piercings, doch die Wunden wollten einfach nicht heilen.

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Mit einem kleinen, roten Knubbel begann alles. Wie eine Aufnahme aus dem Jahr 2008 zeigt, erregte das erste Stadium der Infektion eigentlich keinen grossen Grund zur Sorge. Doch statt ganz von selber wieder zurückzugehen, entwickelte sich der Knubbel immer weiter.

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«Ich hatte Piercings in beiden Ohren und beide entzündeten sich.», erzählt Jennifer in der US-Show «Dr. Pimple Popper», «Sie heilten einfach nicht. Die Ärzte, die ich aufsuchte, wussten nicht, was es war. Als ich ihnen erklärte, dass ich dort früher Piercings hatte, fanden viele, dass ich mir diese Infektion selber zuzuschreiben hätte und halt damit klar kommen müsse.»

«Also wieso sollte ich weiter Hilfe suchen, wenn mir niemand helfen will?», fragt Jennifer verzweifelt. Doch nach über einem Jahrzehnt kann sie das Problem nicht länger ignorieren. «Ich bin überzeugt, dass sie immer noch wachsen! Oft jucken meine Ohren ganz katastrophal und sie scheinen auch immer grösser zu werden.»

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Durch ihre schlechte Erfahrung mit Ärzten wandte sich Jennifer schliesslich an Frau Dr. Sandra Lee, die durch ihre Show «Dr. Pimple Popper», zu Deutsch «Dr. Pickel Drücker», bekannt wurde. Dr. Lee nimmt sich den kuriosesten Geschwülsten in Amerika an.

Als Jennifer in ihre Praxis spaziert, ist auch schnell eine Diagnose getroffen: Bei den Wucherungen an ihrem Ohr soll es sich um Keloide handeln, also eine Überwucherung des Narbengewebes. «Das Problem bei Keloiden ist, dass sie durch eine Verletzung entstehen. Wenn wir sie also entfernen und zwangsläufig eine neue Verletzung erschaffen, könnte es sein, dass sie einfach wieder nachwachsen.», erklärte Dr. Lee Jennifer im Gespräch.

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Doch die Geschwülste an den Ohren zu lassen, ist keine Option. In einer aufwendigen Operation konnte Dr. Lee alle Wucherungen entfernen. Am Ende wurden die Keloide auch noch gewogen: Jennifer trug ganze 400 Gramm an überschüssigem Gewebe an ihren Ohren!

Nach der Operation musste sich Jennifer einer Strahlen-Therapie unterziehen, um das Risiko von neuen Keloiden zu minimieren. Einen Monat nach der Behandlung zeigen sich noch keine neuen Geschwülste und die Operation war somit ein voller Erfolg!

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So verhinderst du eine Entzündung bei deinen Piercings

Wenn du ein neues Piercing stechen lässt, musst du mindestens zwei Wochen gut darauf achten, dass es sich nicht entzünden kann. Die Heilzeit unterscheidet sich nach Art und Stelle des Piercings. Anders als bei normalen Verletzungen kann der Körper keine Kruste über die Wunde bilden, um sie vor Schmutz und Bakterien zu schützen.

  • Wasche immer deine Hände gründlich, bevor du die frischgepiercte Stelle berührst! Und berühre sie so wenig wie möglich.
  • Kein Schwimmbad oder Bad bis zur vollständigen Heilung.
  • Entferne das Piercing nicht, bis es komplett verheilt ist!
  • Desinfiziere das Piercing mit Wundmitteln, die dir von deinem Piercer empfohlen wurden.
  • Vermeide Druck, Reibung oder allgemein übermässige Bewegung des Piercings.
  • Sollte sich das Piercing trotzdem entzünden suche unbedingt deinen Piercer oder einen Arzt auf!

Direkt aus dem Social-Media-Team macht Joëlle den fliessenden Wechsel in die Welt der Schreiberlinge. Sie mag Bücher, Memes und Blobfische.

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