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Millennials müssen in Kursen lernen, wie man erwachsen wird

Oft meckern die älteren Generationen darüber, dass die Jugend von heute nicht mehr kochen kann und immer fauler wird. Und es scheint wirklich zu stimmen…

Jugendliche überall auf der Welt wissen scheinbar nicht mehr, wie man richtig kocht, wie man die Steuern zahlt oder den Haushalt erledigt. In der Schule lernt man das leider auch nicht wirklich. Deshalb eröffnen in den USA immer mehr Schulen mit Kursen über „How to be an adult“ also „Wie man ein richtiger Erwachsener ist“. Und erstaunlicherweise schreiben sich viele Jugendliche und junge Erwachsene für diese Kurse ein.

Ein Grund für die Unselbständigkeit ist, dass Jugendliche immer später von Zuhause ausziehen. 2005 lebten in den USA 26% der zwischen 18 und 36-Jährigen noch bei den Eltern. Diese Zahl hat sich bis 2015 auf 34% erhöht. Wer noch zu Hause lebt, hat Mama oder Papa, die lecker kochen und im besten Fall auch die Wäsche macht.

Sobald man dann komplett auf sich alleine gestellt ist, läuft es plötzlich nicht mehr so gut. Weil man sein Essen nun selbst kaufen muss hat man seine Finanzen nicht im Griff. Man bestellt lieber Essen, weil man nicht Kochen gelernt hat und die Wohnung sieht auch aus wie ein Saustall.

Immerhin scheint bei vielen der Wille da zu sein, etwas daran zu ändern. Darum schreiben sich die Jugendliche für diese Kurse ein. Geleitet werden sie meistens von langjährigen und erfahrenen Erwachsenen.

Lisa hat nach der bestandenen Matur ein Praktikum bei Blick am Abend begonnen. Gerne lässt sie ihr Interesse für Musik, Kunst und Nachhaltigkeit in ihre Texte einfliessen.

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