Krass

So sieht Tschernobyl heute aus

Die aktuelle Serie «Chernobyl» bringt wieder Aufmerksamkeit zur Nuklearkatastrophe von 1986. Bilder von Prypjat zeigen noch immer eine Geisterstadt.

1986 explodierte im Kernkraftwerk nahe der ukrainischen Stadt Prypjat Reaktor 4. Als Folge mussten ca. 6400 Quadratkilometer an landwirtschaftlicher Fläche und Waldgebieten für die menschliche Nutzung aufgegeben werden. Insgesamt wurden etwa 218.000 Quadratkilometer radioaktiv belastet. Die Zahl der Toten ist umstritten. Schätzungen zu Folge beläuft sie sich auf mehrere Tausend Personen.

Prypjat zieht immer wieder neugierige Touristen an. Viele Bewohner von damals waren im Glauben, bald wieder nach Hause zu dürfen und liessen folglich fast alles zurück. So entstand eine richtige Geisterstadt. Eindrückliche Bilder zeigen die Realität der Katastrophe.

Prypjat wurde nur 16 Jahre vor dem Unglück gegründet.

Im Hintergrund ist die Metallhaube, die zum Schutz vor Strahlung über dem explodierten Reaktor gebaut wurde, deutlich zu sehen.

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The city of Pripyat, Ukrainia, 2017

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Ein verlassenes Klassenzimmer.

Ein Kind liess in der Eile seinen Teddy zurück.

Der Rummelplatz zeigt besonders eindrücklich, wie viel Freude und Leben hier ausgelöscht wurde.

Auf dieser Kommandozentrale liegt das Buch noch offen.

Zurückgelassene Gasmasken.

Die Sporthalle ist schon sichtlich verfallen.

Das Schwimmbad hingegen hat sich besser gehalten.

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#prypjat #swimmingpool #urbex #abandonedplaces

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Aufnahmen aus dem Kindergarten in Prypjat.

Im Spital ist fast alles zerstört.

Auch am Theater hat der Zahn der Zeit deutlich genagt.

30 Jahre nach dem Unglück wurde eine riesige Schutzhülle über die Ruine des Kernkraftwerks geschoben. Sie ist die grösste bewegliche Konstruktion, die je von Menschenhand gebaut wurde.

Direkt aus dem Social-Media-Team macht Joëlle den fliessenden Wechsel in die Welt der Schreiberlinge. Sie mag Bücher, Memes und Blobfische.

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