Krass

UGG-Boots wurden ursprünglich für Surfer gemacht

Die UGG-Boots – man liebt sie oder man hasst sie. Dass die UGG-Boots aber aus Australien kommen und entweder für Surfer oder als Hausschuhe gedacht sind, das wissen die meisten nicht.

Es ist wieder Winter und damit UGG-Boot-Zeit. Ganze Gruppen von mehrheitlich jungen Frauen tragen die braunen, stiefel-ähnlichen Dinger mit Stolz und «Grazie». Auch Stars wie Rihanna lassen sich nicht lumpen und bringen den Trend Jahr für Jahr zurück.

DUKAS

Bei uns sind die Stiefel als Winterschuhe bekannt. Das ist aber eigentlich komplett falsch! Wer die UGG-Boots wirklich erfunden hat, ist umstritten, was aber klar ist: Die Schuhe kommen aus Australien.

Einer, der die Erfindung für sich beansprucht hat und auch zu ihrem Namen gebracht hat, ist Surfer Shane Stedman aus Australien. Er hat die Namensrechte für die ursrpünglich «UGH-Boots» genannten Stiefel 1971 für sich beansprucht, einige Jahre später – und vor dem globalen Erfolg der Schuhe – verkaufte er seine Rechte. Das bereut er übrigens nicht, weil er so mehr Zeit fürs Surfen hatte.

Den Namen sollen die Stiefel vom australischen Slangwort «Ugh», das für hässlich steht, haben und zwar, weil die Ehefrau des Erfinders das erste Paar als hässlich bezeichnete.

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Populär wurden die Boots in der Surfer-Szene in den 70ern in Australien, von dort aus schwappte der Trend dann durch Surfer-Magazine nach Kalifornien über und erlangte schliesslich in den 2000ern einen globalen Status als beliebtes Fashion-Item.

Die UGGs sind für die Surfer sehr praktisch, da sie relativ robust sind und die kalten Füsse nach dem Wassersport wärmen.

In Australien wurden die UGGs übrigens nie als trendy betrachtet, sondern sind nur am Strand oder im Haus ein akzeptables Schuhwerk. Werden die Stiefel im Alltag getragen, wird der Träger als unmodisch, sogar ein bisschen schmuddelig, gesehen.

Der australische Fashion Stylist Justin Craig meinte verächtlich: «Die einzigen, die mit dem Tragen von UGGs davonkommen, sind Models. Sie verbreiten damit einfach die Message ‚Schau mich an, ich bin so schön, ich sehe in jedem Müll gut aus.’»

Direkt aus dem Social-Media-Team macht Joëlle den fliessenden Wechsel in die Welt der Schreiberlinge. Sie mag Bücher, Memes und Blobfische.

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