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Blick in die teuerste Villa auf Rädern: Dieser Camping-Spass kostet 1,2 Millionen Franken

TENERO TI - Hotelsuites und Chalets adé! Der gut betuchte Tourist campt jetzt. Yachten werden die Villen auf vier Rädern genannt. BLICK hat sich den teuersten Camper Europas genauer angeschaut.

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Lack und Chrom blitzen in der warmen Sonne. Die Reichen kehren mit schmucken Yachten an den Lago Maggiore zurück. Es sind keine Luxusschiffe, sondern das neue Spielzeug der Gutbetuchten – Landyachten. Ihr Hafen ist dieses Wochenende der Campingplatz Miralago in Tenero TI, wo die erste internationale Landyachting-Show stattfindet.

Drei Dutzend der Mega-Reisemobile stehen in der ersten Reihe zum See. Frank Mix (56) rollt vorsichtig mit seinem 430 PS starken Vario Perfect 1200 wie ein Dampfer auf Rädern an den «normalen» Caravans, Wohnmobilen und Zelten vorbei. Nach einigen Minuten und mehreren Manövern steht das Prunkstück an seinem Platz direkt am Strand.

Die Landyacht des Deutschen stellt alle in den Schatten. Sie ist zwölf Meter lang, vier Meter hoch, knapp drei Meter breit und 18 Tonnen schwer. Insgesamt bietet der Luxuscamper 28 Quadratmeter Wohnfläche. Die gigantische Frontscheibe erlaubt einen Panoramablick auf Strand, See und Berge.

Landyacht mit Mini-Cabrio im Bauch

Im Supercamper fehlt nichts: Leder-Garnitur im Wohnzimmer, Fussbodenheizung unter Keramikfliesen, Bad mit Dusche, Küchenecke mit Induktionsherd, Backofen und Geschirrspüler. Geschwängert ist der Camper – mit einem Auto! Ja, der Koloss hat eine Garage im Bauch, in der die Besitzer ihr Cabriolet mittransportieren können. 

«Mit dem Mini erkunden wir die Umgebung. Zwei Velos sind auch dabei», schwärmt der Besitzer und Hersteller aus Osnabrück (D).

Kostenfaktor dieses Camping-Spasses: 1,2 Millionen Franken. Das teuerste Reisemobil Europas! «Davon gibt es 30 Stück. Jedes Dritte ging in die Schweiz», sagt Frank Mix. Einziger Haken: Man braucht einen LKW-Führerschein.

Das Geschäft mit den Landyachten boomt. Das zeigen die zweistelligen Zuwachszahlen bei den Zulassungsstellen europaweit. Wohnmobile sind im Trend: Im vergangenen Jahr leisteten sich 4500 Schweizer eines, elf Prozent mehr als 2016. «Luxus-Camping ist ein echter Trend», bestätigt Jörg Käse (55), Herausgeber des Fachmagazins «LandYachting» und Veranstalter der Show im Tessin, «immer mehr Reiche verkaufen ihre Hochseeyachten und legen sich ein Reisemobil zu. Sie fühlen sich freier. Können einfach losfahren, wann sie wollen, ohne auf etwas zu verzichten.»

Im Luxus liegt die Zukunft der Campingplätze

Ab 200'000 Franken aufwärts lassen die reichen Camper für ihr Heim auf Rädern springen. Sie präsentieren es mit Stolz in Tenero. «Seit 26 Jahren gehe ich campen», sagt Rolf Stähli (66) aus Luzern und tätschelt seine Concorde. Der ehemalige Direktor der Gastrokette Manora liess sich seine Pensionskasse auszahlen und kaufte sich eine Landyacht. «Andere legen sich eine Ferienhaus zu», sagt Rolf Stähli. 

Besitzer des Luxus-Campingplatzes ist Roland Hoerler. Der Honorarkonsul von Kasachstan kaufte die Anlage vor einigen Jahren und baut sie nun für 7,6 Millionen Franken um. Süss- und Salzwasser-Pools, Beach-Lounges und Liegen unter Stroh-Sonnenschirmen stehen schon. In der Planung: 30 weitere Stellplätze. «Das ist das Camping von morgen», sagt sein Stellvertreter Stähli.

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