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Das ist das neue Codewort gegen sexuelle Belästigung im Club: «Isch d’Luisa da?»

Winterthurer Clubs führen als Erste ein Konzept ein, wenn Frauen belästigt werden. In Zürich kommt es etwas später.

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Frauen in Bedrängnis können sich in Winterthur mit einer Codefrage ans Personal wenden. (Archivbild) KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Wenn Frauen in Winterthurer Clubs nach einer Luisa fragen, wissen die Angestellten: Die Fragende wird belästigt und braucht Hilfe – sofort. Die Codefrage «Isch d'Luisa da?» wurde von der Bar- und Clubvereinigung Winterthur in zehn verschiedenen Clubs lanciert. 

Stellt eine Frau die Frage, ist der Ablauf klar. «Das Personal bringt die Person in einen Schutzraum, informiert das Sicherheitspersonal oder ruft auf Wunsch ein Taxi oder sogar die Polizei», heisst es auf der Webseite. Dafür wird das Personal extra geschult.

Zürich hat Verspätung

Doch warum braucht es eine Codefrage? Kajo Böni, Sprecher der Bar- und Clubvereinigung, erklärt dem «Landboten»: «Die Betroffenen müssen sich jetzt nicht mehr gross erklären und auch nicht darüber nachdenken, wie sie am besten vorgehen sollen. Zudem erregen sie kein grosses Aufsehen.» Die Kampagne wird mit Klebern im Eingangsbereich und Plakaten in den Frauen-WCs den Feiernden nähergebracht. 

Luisa kommt auch nach Zürich – aber erst im Winter, sagt Alexander Bücheli, Sprecher der Bar & Club Kommission Zürich zu BLICK. «Das Interesse ist gross. Aber wie viele Clubs mitmachen, kann ich noch nicht sagen.» 

«Senkt die Hemmschwelle»

Personen, die sich bedroht fühlen, könnten sich bereits jetzt – ohne Luisa zu erwähnen – ans Personal wenden. Aber: «Die Kampagne ist eine optimale Ergänzung und eine klare Message, dass sexuelle Gewalt in unserer Gesellschaft keinen Platz und auch nichts im Nachtleben zu suchen hat.»

«Es ist höchste Zeit, dass Luisa nach Zürich kommt», sagt Bettina Steinbach, Psychologin bei Frauenberatung Sexuelle Gewalt in Zürich. Sie findet die Idee «toll». Ungeniert könnten betroffene Frauen nach Luisa fragen und erhielten sofort Unterstützung. Steinbach: «Die Codefrage senkt die Hemmschwelle. Betroffene müssen nicht jedes Detail erzählen.»

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