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Die Lohn-Ausreden der Chefs: Darum profitieren wir nicht vom Wirtschafts-Boom

ZÜRICH - Der Wirtschaftsmotor brummt, die Arbeitslosigkeit sinkt, nur in der Lohntüte ändert sich nichts. Das könnte auch im nächsten Jahr so weitergehen.

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Für Schweizer Verhältnisse ist das ein Boom: Die Wirtschaft soll 2018 um 2,4 Prozent wachsen, so stark wie seit Jahren nicht mehr! Und auch 2019 liegt gemäss Prognosen ein Wachstum von gut 2 Prozent drin. Mit einer Arbeitslosenrate von 2,4 Prozent herrscht beinahe Vollbeschäftigung, der laute Schrei nach Fachleuten ist in vielen Branchen zu hören. Das sollte sich eigentlich auf dem Lohnkonto bemerkbar machen. Würde man denken.

Fehlanzeige: Die Lohnrunden fielen in den letzten Jahren mickrig aus, nun kehrt auch noch die Teuerung zurück. Das Resultat: Real lagen für Arbeiter und Angestellte im letzten Jahr gerade mal 0,2 Prozent mehr Lohn drin – im Durchschnitt über alle Branchen. Kein Vergleich mit dem rasanten Wirtschaftswachstum!

Die Ausreden der Bosse und des Gewerkschaftsbundes

Doch weshalb haben wir nichts vom Boom? Der «Tages-Anzeiger» hat die Ausreden der Bosse gesammelt. Selbst die Gewerkschaften geben sich bescheiden: Daniel Lampart (49), Chefökonom des Gewerkschaftsbundes, fordert lediglich den «Teuerungsausgleich», von Lohnerhöhungen ist keine Rede.

Valentin Vogt (57), Präsident des Arbeitgeberverbandes, dämpft die Erwartungen: «Auch wenn die Konjunktur heute besser läuft, ist es eine Illusion zu glauben, dass sich im Herbst die Schleusen für flächendeckende grössere Lohnsteigerungen öffnen werden.» Der Trend gehe hin zu individuellen Anpassungen. Immerhin: In einigen Branchen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel könnte mehr drinliegen – bei den Finanzdienstleistern, der Medizinaltechnik oder in der IT-Branche.

Aus der Maschinenindustrie kommt seit Jahren das gleiche Lamento: die tiefen Margen, Firmen, die nach wie vor einen Verlust einfahren. Richtig! Nur haben auch die Angestellten in den letzten Jahren hart dafür gearbeitet, dass viele Unternehmen überlebt haben. Das sollte sich, wenn immer möglich, auch bei den Löhnen bemerkbar machen!

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