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Die Schweiz hat zwei neue Bundesrätinnen: Ein historischer Tag

Karin Keller-Sutter und Viola Amherd – so heissen die beiden Bundesrätinnen. Ihre Wahl heute Morgen war historisch.

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Kurz vor zehn Uhr war es klar: Die Schweiz hat zwei neue Bundesrätinnen! CVP-Frau Viola Amherd (56) und FDP-Kollegin Karin Keller-Sutter (54) wurden heute Morgen glanzvoll in die Landesregierung gewählt. Amherd machte 148 Stimmen, Keller-Sutter 154.

Vom Tempo ganz ausser Atem

Die beiden neugewählten Magistratinnen konnten selbst kaum glauben, wie schnell und schlank ihre Wahl durchging. Selbst wenn sie als Favoritinnen in diesem Rennen galten.

Amherd wirkte bei ihrer Erklärung, sie werde die Wahl annehmen, fast ausser Atem vor so viel Tempo. Und Keller-Sutter fiel sichtlich ein Stein vom Herzen, dass es im zweiten Anlauf nach acht Jahren endlich geklappt hat.

Zu Recht so emotional

Die Emotionen der sonst als kühl beschriebenen Keller-Sutter waren nicht übertrieben. Denn es ist ein historischer Tag. Noch nie wurden zwei Frauen bei einer Ersatzwahl gleichzeitig zu Bundesrätinnen erkoren.

Zeigt dies, dass die Frage von Frau oder Mann kein Thema mehr ist? Vorsicht ist geboten. Bei der FDP war eine Frau in der Landesregierung nach 30 Jahre währender Männerherrschaft überfällig. Und so sagte Keller-Sutter in ihrer kurzen Ansprache vor dem Parlament auch, sie hoffe, dass das «dornenvolle Kapitel in der Geschichte der freisinnigen Frauen» nun abgeschlossen werden könne.

Keine Sprengkandidaten, keine Spielchen

Mehr für die Gleichberechtigung sprach das Ticket der CVP – sie setzte mit Amherd und der Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen (52) gleich auf zwei Frauen, obwohl das nach der langen Regentschaft von Doris Leuthard nicht nötig gewesen wäre.

Historisch war der Tag auch, weil die Wahl schnell und reibungslos über die Bühne ging: Beide Bundesrätinnen wurden im ersten Anlauf gewählt – die Fraktionen verzichteten auf Sprengkandidaten und andere Spielchen. Selbst CVP-Präsident Gerhard Pfister (56), den viele Bürgerliche lieber im Bundesrat gesehen hätten als Amherd, erhielt nur 17 Stimmen ...

Konkordant wie seit Jahren nicht mehr

Und so brauchte es nur je einen Wahlgang, um die Nachfolgerinnen von Doris Leuthard (55) und Johann Schneider-Ammann (66) zu bestimmen.

Das gab es seit Jahren nicht mehr. Selbst Ignazio Cassis (57) musste vor einem Jahr drei Wahlgänge ausharren, bevor sein Einzug in die Landesregierung feststand. Es scheint, als sei die Bundesversammlung der taktischen Machtdemonstrationen müde – sie bekennt sich wieder klar zur Konkordanz.

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