Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Die Wahlen 2015 kommen: Exoten in den Startlöchern

Die Tierfreunde, die Piraten, die Unabhängigen: Sie alle wollen im Herbst den Politbetrieb aufmischen.

, Aktualisiert 167 Reax , 464 Views
teilen
teilen
27 shares

Dieses Wahljahr wird zum Tummelplatz für Miniparteien und Exoten. Zwar haben sie praktisch null Chancen auf einen Sitzgewinn, doch die nationale Bühne nutzen sie gerne, um ihre Ideen und Werte zu vermitteln – oder wenigstens nicht in Vergessenheit zu geraten.

Die Piratenpartei zum Beispiel will in mehreren Kantonen – etwa ZH, BE, AG, GE oder SG – antreten. «Wir werden einen Fokus auf die aussichtsreichsten Kantone legen», sagt Piraten-Sprecher Denis Simonet. «In grossen Kantonen wie Zürich, Waadt oder Bern ist ein Sitz im Nationalrat möglich.» 

Schweizweit hätten sich bereits viele Kandidaten gemeldet. Simonet will in Bern antreten. In Zürich werde voraussichtlich der Winterthurer Gemeinderat Marc Wäckerlin kandidieren. Ein Slogan steht parat: «Piratenpartei – humanistisch, liberal, progressiv.»

Einen neuen Versuch wagt die Tierpartei. «Wir werden sicherlich im Kanton Zürich antreten», sagt Parteichef Thomas Märki. Ob es auch andernorts Listen gebe, sei noch offen. Wahlziel sind «ein bis zwei Sitze» im Nationalrat. Dort, wo man nicht antrete, werde man Wahlempfehlungen für «tierfreundliche» Politiker abgeben, so Märki. «Insbesondere bei der Haltung von sogenannten ‹Nutztieren› sind gesetzliche Anpassungen dringend nötig», sagt Märki zum inhaltlichen Fokus.

Auch die Gruppierung «Alpenparlament» will sich die Wahlen 2015 nicht entgehen lassen. «Wir werden ganz sicher antreten», sagt Sekretär Roland Schöni. Am wahrscheinlichsten in Bern, allenfalls auch noch in weiteren Kantonen.

Ein neues Gesicht

Erstmals antreten wird die 2014 gegründete Unabhängigkeitspartei. «Wir wollen die wählerstärkste konsequent liberale Partei sein. Das dürfte mit einem Wähleranteil von 0,1 Prozent erreicht sein», sagt Geschäftsführer Roger Martin. Das Wahlziel: «Ein Nationalrat – damit wenigstens einer sich konsequent für mehr Selbstbestimmung einsetzt.» Antreten werde man «voraussichtlich nur in Zürich» – wobei die frühere Präsidentin der Jungfreisinnigen, Brenda Mäder, zum Kandidatenfeld zählt. Bereits klar ist der Wahlslogan: «Wir lieben Freiheit!»

Im Kanton Luzern macht sich die Gruppe der Parteilosen – sie tritt im März bei den Kantonsratswahlen an – auch Überlegungen für eine erstmalige nationale Kandidatur. Allenfalls werde man mit zwei «Justiz-Opfern» antreten, um für Transparenz zu kämpfen. Reelle Wahlchancen rechnet sich die Gruppe keine aus, wie sie schreibt. 

In St. Gallen will die Direktdemokratische Partei Schweiz mit einer eigenen Liste antreten. Zu den Kandidaten der Rechtsaussenpartei gehört Ignaz Bearth, der kurz als Pediga-Sprecher für Schlagzeilen sorgte.

Bis im Herbst werden noch einige weitere bunte Parteichen und Trüppchen folgen. Für Vielfalt ist bei den Wahlen 2015 jedenfalls jetzt schon gesorgt.

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren