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Dürfen Politiker einfach so aufhören?

Liebe Joëlle Erst Didier Burkhalter, jetzt Doris Leuthard: Was hältst du von einer Landesregierung, deren Mitglieder ihre Posten aus rein privaten Motiven jederzeit verlassen dürfen? Die Bundesräte sind vom Parlament für vier Jahre gewählt und haben fraglos das Recht, zur neuen Wahl nicht anzutreten. Seit Jahren produzieren aber immer mehr den vorzeitigen Abgang. Die Bestellung unserer Regierung mutiert zum Sesseltanz. Oder findest du, Bundesrat ist halt ein Job wie jeder andere?

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Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch) play
Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch)
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch)

Lieber Herr Ramspeck

Sie machen es sich etwas einfach: Ich bin mir relativ sicher, dass man einen Bundesratsposten nicht aus einer Laune heraus aufgibt. Der Weg in die Landesregierung ist bestimmt steinig genug, dass man es sich fünfmal überlegt, ob man ihn verlassen möchte. Natürlich erwarte ich von unserem Bundesrat Beständigkeit. Ich möchte sieben starke Schweizer sehen, die trotz Politik und Macht noch Menschlichkeit bewahren. Einen Bundesrat, der sich gegen seine Karriere entscheidet, um sich mehr seiner Familie, seinem Partner widmen zu können, finde ich mehr als sympathisch. Natürlich hängt meine Anerkennung auch mit der geleisteten Arbeit des Bundesrats zusammen: Wer Gutes geleistet hat, darf es eher menscheln lassen. Zudem sind wir trotz allem die Schweiz. Ein stabiles Land mit sieben Oberhäuptern. Bei uns fällt nichts zusammen, wenn sich die Spitze ablöst. Weder ändert sich unser Alltag, noch werden wir deshalb zu Wahlen aufgefordert. Einer geht, ein anderer kommt und gut ist. Der Politik aus «rein privaten Gründen» den Rücken zu kehren, ist demnach auch ein Privileg unseres Wohlstands, von dem auch Politiker nach getaner Arbeit Gebrauch machen dürfen.

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