Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

«Ein Eimer Wasser war nicht genug»: Die Tiere im Zoo von Gaza

Während des israelischen Militärschlags im Gaza-Streifen riskiert Wasef Hamad täglich sein Leben. Nicht unbedingt aussergewöhnlich, angesichts der dortigen Situation. Aussergewöhnlich ist, dass er es für die Tiere im zertrümmerten Zoo tut.

, Aktualisiert 1'378 Reax , 8'726 Views
teilen
teilen
160 shares

1.  Die Lage im Gaza-Streifen ist prekär

Beinahe 2000 Tote und 10'000 Verletzte hat die israelische Militäroffensive bislang gefordert. Mitten in den Trümmern der verwüsteten Strassen: Die Überreste des Bissan Zoos.

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt

2. Wasef Hamad arbeitete seit der Eröffnung im Jahr 2011...

...bis kurz vor der Militäroffensive im Park. «Ich kehrte zum Zoo zurück, um einen Blick auf die Lage zu werfen», sagt der 25-Jährige zu Al Jazeera. «Dann schlug aus unmittelbarer Nähe eine Bombe ein.»

  play
DUKAS/Zuma

3. Ein brauner Fleck auf der Landkarte

Der Zoo von Gaza erstreckt sich auf über 2,5 Hektar eines 60 Hektar grossen Parks in der Nähe der israelischen Grenze. Die Gehege wurden von Fussballfeldern, Zitrus- und Olivenhainen, sowie Kinderspielplätzen umgeben. Nun gleicht der Park einem Schlachtfeld.

PHOTO/Roberto Schmidt play
PHOTO/Roberto Schmidt

4. Das dreistöckige Verwaltungsgebäude des Zoos...

...wurde bei mehreren Luftangriffen zerstört. Gleich daneben ist ein drei Meter tiefer Krater zu sehen. Der einst rege besuchte Garten ist nun ein kahler, brauner Fleck auf der Karte. «Sie zerstörten die Wasserversorgung», erklärt Hamad später. «Das Gras wurde über 40 Tage lang nicht gewässert», entschuldigt er sich.

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt

5. Mehr als die Hälfte der Tiere tot

Das Gebiet ist häufiges Ziel israelischer Bombenanschläge. Hamad, Vater von drei Kindern, war es erst während der Feuerpause vom 7. August möglich, die Tiere im Zoo zu besuchen. «Mehr als die Hälfte aller Tiere wurde getötet. Die meisten wurden von Granatsplittern getroffen», erklärt er. «Andere sind verdurstet.»

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt

6. In einem Gehege sitzt ein grauer Pavian

Neben ihm liegen die Überreste eines Weibchens und zweier Jungtiere. Der junge Palästinenser erklärt, wie sich das Tier weigert, irgendjemanden in den Käfig zu lassen. Der Pavian hätte die beiden Helfer angegriffen, als diese versuchten, die Tierleichen zu entfernen.

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt

7. Tiere stehen unter Schock

Allgemein verhielten sich die überlebenden Tiere ungewöhnlich ruhig, meint Hamad. Fast so, als stünden sie unter Schock. Ein Krokodil, das für seinen Ausbruch im Jahr 2012 berühmt geworden war, blieb regungslos liegen, als eine verirrte Ente seelenruhig aus seinem Becken trank. Der Zoo war das Zuhause von über 50 Tier- und mehrere Vogelarten gewesen.

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt

8. 15-Jähriger rettet Löwen das Leben

Trotz der Kampfhandlungen schaffen es einige Palästinenser, sich um die Tiere zu kümmern. Wie der 15-jährige Ibrahim Hnideq. «Ich war früher oft im Park und im Zoo», erklärt der Junge. «Als die Angriffe begannen, dachte ich mir, die Tiere müssen bestimmt durstig sein.»

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt

9. Allein geht er während einer Feuerpause los...

...um den Tieren Wasser zu bringen. Seine Freunde haben zu viel Angst. «Ich trug einen Eimer Wasser mit mir, doch es war nicht genug. Am nächsten Tag konnte ich einige Freunde überreden, mir zu helfen. Wir liessen die Wassereimer mit einem Seil ins Gehege der Löwen hinunter.»

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt

10. Keine Medikamente verfügbar

Viele der Tiere seien krank, erklärt Hamad später. Die Löwen bräuchten Impfstoffe, die nicht verfügbar seien. «Und wir können momentan keine Medikamente einliefern. Weder für Menschen, noch für Tiere.»

  play
AFP PHOTO/Roberto Schmidt
Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren