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Fiese Facebook-Masche: Geburi-Kinder werden mit falschen Migros-Gutscheinen abgezockt!

Mit einer neuen Methode zocken Betrüger ihre Opfer ab. Im Namen der Migros versprechen sie Geburtstagskindern einen 500-Franken-Gutschein – und locken sie in eine teure Telefon-Endlosschleife.

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In wenigen Tagen wird Martina L.* 60 Jahre alt. Sie freut sich besonders, als sie auf Facebook eine Meldung über ein «Geburtstagsspecial» der Migros erhält: «Hast du in diesem Monat Geburtstag?», heisst es in dem Eintrag. «Dann haben wir ein tolles Geschenk für dich!»

Es geht um einen 500-Franken-Gutschein, den sie mit einem Anruf bestätigen müsse. Martina L. wählt die Nummer und landet gleichzeitig auf der Website eines Quiz, das mit dem Anruf synchronisiert ist. Die freundliche Tonband-Stimme ermuntert sie zu spielen, immer weiter und weiter – bis sie nach 30 Minuten stutzig wird und das Ganze abbricht. 

Sie hat eine dieser teuren Nummern gewählt, die im Sekundentakt Geld verschlingen: Die Telefonrechnung beläuft sich auf knapp 200 Franken – die in den Taschen der Betrüger landen. Mit dem orangen Riesen hatte das Spiel nichts zu tun. «Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass ich hinters Licht geführt werde. Ich dachte, die Migros möchte mir ein Geburtstagsgeschenk machen», sagt die BLICK-Leserin.

Facebook ermöglicht Geburtstags-Werbung

Die Masche ist für die Migros neu. «Wir haben unseren Rechtsdienst und unsere IT informiert und auch eine Meldung bei Facebook gemacht», sagt Sprecherin Cristina Maurer zu BLICK. «Wir hoffen, dass nicht allzu viele Leute betroffen sind.» Es komme immer wieder vor, dass Nutzer bei fragwürdigen Wettbewerben mit Geschenkkarten der Migros und anderer Händler geködert werden.

Facebook macht es den Abzockern leicht: Jeder kann dort seine Werbung gezielt an Nutzer richten, die in einem bestimmten Monat Geburtstag haben. Natürlich fühlen sich mögliche Opfer mit einer solchen Nachricht eher angesprochen.

Martina L.s Freude über ihren Geburtstag ist nicht verflogen – und sie hat Glück im Unglück: Die Swisscom hat ihr in Aussicht gestellt, die überrissene Telefonrechnung wieder zu stornieren.

*Name bekannt

Download-Manager: Wer gratis ein Programm, Game, Bild oder Video herunterladen will, findet über Google oft Webseiten, die das über einen Download-Manager anbieten. Also ein Zusatzprogramm, das beim Herunterladen «helfen» soll. Das Problem: Der User hat keine Chance zu überwachen, was dieser Download-Manager sonst noch macht. Im besten Fall werden nur zusätzliche Apps und Programme als Werbung installiert, im schlechtesten Fall der Computer ausspioniert. Daher: Laden Sie Gratis-Content nur über seriöse und bekannte Webseiten herunter (für Programme etwa Chip.de) – oder direkt beim Hersteller der Anwendung. 

Mail-Anhänge: An Mails angehängte Dokumente wie Word, PDF, Excel, aber auch Videos und Musik können Viren, Keylogger oder Trojaner enthalten. Oft reicht es, den Anhang zu öffnen, und man hat sich den Schädling eingefangen, der den Computer ausspioniert, Daten blockiert oder alle Tastenanschläge aufzeichnet. Unbedingt beachten: Öffnen Sie keine Anhänge, die Sie unerwartet zugeschickt bekommen haben. Auch keine lustigen Videos oder Power-Point-Präsentationen. Falls Sie unsicher sind, fragen Sie beim Absender nach, ob er den Anhang wirklich geschickt hat. Denn einen Absender zu imitieren, ist für die Online-Gangster kinderleicht. 

Gefälschte Webseiten: Die meisten Mails bleiben zwar inzwischen im Spam hängen, aber leider nicht alle. Da schreibt Amazon, es gebe ein Problem mit dem Konto. iTunes meldet, der Zugang werde blockiert, wenn man nicht sofort reagiere. Oder eine Bank meldet Probleme mit dem Konto. Alle Mails sind teilweise täuschend echt gefälscht, immer soll man direkt auf einen Link oder Knopf im Mail drücken. 

Betrug statt Romantik: Leider eignen sich Social-Media-Angebote wie Facebook perfekt, um ungezwungen Kontakt aufzunehmen. Gauner nützen dies aus, um mit gefälschten Profilen Jagd auf einsame Herzen zu machen. Beliebt sind US-Soldaten für Frauen und exotische Schönheiten für Männer. Teilweise sind die Betrüger erstaunlich hartnäckig und ausdauernd, bis die ersten Geldforderungen kommen. Um Tickets zu bezahlen oder für kranke Verwandte. Manchmal werden Leute auch dazu gebracht, freizügige Bilder oder Videos zu verschicken – danach werden sie erpresst. Darum immer wachsam und misstrauisch sein.

Fake-Shops: Online-Handel boomt. Aber nicht jedes Schnäppchen ist auch wirklich eine günstige Gelegenheit. Gerade über Facebook und Google werden auch Shops beworben, die gefälschte Ware ausliefern oder nur die Kreditkarten-Daten abgreifen. Für Laien ist das fast unmöglich zu erkennen. Bei unbekannten Shops irgendwo im Ausland weiss man auch nie, wie gut die persönlichen Daten gesichert sind. Darum: Vorsicht bei unbekannten Shops. Googeln Sie wenn möglich nach Erfahrungsberichten von Usern und bezahlen Sie wenn immer möglich mit Paypal, da hier keine Kreditkarten-Daten direkt übertragen werden und sie je nach Shop einen zusätzlichen Schutz als Käufer haben. Übrigens: Auch bei vermeintlichen Schnäppchen auf Auktionsplattformen kann es passieren, dass die Ware nicht wie versprochen oder gar nicht geliefert wird.

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