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Geplänkel mit Kosovo: Serbiens Regierungschefin nimmt Drohung zurück

Serbien wolle mit Innovation und Wissenschaft kämpfen, nicht mit Waffen. Regierungschefin Ana Brnabic hat ihre Aussagen über eine Militäraktion gegen den Kosovo relativiert.

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Im Streit über den geplanten Aufbau einer eigenen Armee im Kosovo drohte Serbiens Regierungschefin Ana Brnabic (43) am Mittwoch indirekt mit militärischer Gewalt. Sie sagte: «Ich hoffe, dass wir niemals unsere Armee einsetzen müssen, aber zurzeit ist dies eine der möglichen Optionen.»

Wie ernst meinen es die Serben mit einer militärischen Aktion? «Solche Worte gehören zur politischen Rhetorik, um im eigenen Land Stärke zu zeigen», sagt Norbert Beckmann-Dierkes, Leiter des Auslandsbüros Serbien/Montenegro der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er beruhigt: «Man darf solche Aussagen nicht überbewerten und muss keine Angst vor einem neuen bewaffneten Konflikt haben.»

«Falsch interpretiert»

Am Donnerstag nahm Ana Brnabic ihre Aussagen zurück. Reportern sagte sie, dass sie nie zu einem Krieg aufgerufen habe. Wie das Portal b92.net schreibt, sei sie falsch interpretiert worden. Vielmehr sei der Schwerpunkt Serbiens statt auf Waffen und die Armee auf Bildung und Schulen gerichtet.

Wer 2020 immer noch einen Krieg wolle, habe aus der Vergangenheit nichts gelernt. Brnabic: «Lasst uns mit Innovation und Wissenschaft kämpfen.»

Serben im Kosovo vergessen

Sie nahm die Gelegenheit auch wahr, darauf hinzuweisen, wie schlecht es den im Norden Kosovos lebenden Serben gehe. «Niemand weiss, ob sie an Weihnachten eine geheizte Wohnung haben und über Medikamente verfügen.» Darüber, so Brnabic, schreibe niemand.

Das kosovarische Parlament will am 14. Dezember über eine Umwandlung der für Katastrophenfälle vorgesehenen Kosovo Security Force (KSF) in eine reguläre Armee abstimmen. Seit dem Ende des Kosovo-Kriegs 1999 ist die von der Nato geführte Kfor-Mission für die Sicherheit im Kosovo verantwortlich. Derzeit umfasst sie mehr als 4000 Soldaten. (gf)

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