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Hormone, Oxalate und Schwermetalle: Zu viel Smoothie ist ungesund

Kohlgemüse sind gesund. Im Prinzip. Aber es gibt mögliche Probleme mit Schwermetallen, Oxalaten und Östrogenen. Im Zweifelsfall lieber biologisch und öfter mal gekocht.

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Wie Paracelsus schon gesagt hat: Die Menge macht das Gift. Offenbar auch beim als gesund geltenden Kohlgemüse. Getty Images

Auch eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst kann unter Umständenb gesundheitliche Schäden verschlimmern oder gar verursachen. Wer unter chronische Müdigkeit, Haut- und Haarprobleme, Herzrhythmusstörungen, Glutensensibilitaet oder Verdauungsstörungen leidet, sollte in Betracht ziehen, dass daran vielleicht auch ein Übermassiger Verzehr von Broccoli, Kohl, Spinat, Rucola, Kresse usw. liegen könnte.

Dafür gibt es  drei Gründe: Erstens enthalten alle so genannten Kreuzblüter natürliche Östrogene, so genannte Glucosinolate, die unseren Hormonhaushalt durcheinanderbringen können. Unter anderem hindern sie die Schilddrüse daran, Jod aufzunehmen und in die Schilddrüsenhorme einzubauen. Jod ist gleichsam das Gaspedal unserer Zellen. Es sorgt dafür, dass Fett nicht als Reserve eingelagert, sondern als Energie verbrannt wird. Ein Jodmangel wirkt ein wenig wie eine Schwangerschaft: Der Körper schaltet auf Sparflamme und legt Energiereserven an. Davon sind natürlich auch Männer betroffen.

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Schwermetalle machen Krank

Zweitens nehmen Kreuzblüter vermehrt Schwermetalle wie insbesondere Thallium aus dem Boden auf. Vermutlich weil sie es brauchen. Für den Menschen aber kann Thallium in grösseren Mengen schädlich sein. Als tödliche Dosis werden 800 Milligramm angegeben. 100 Gramm Brokkoli oder 250 Gramm Spinat oder Rucola enthalten gerade mal 1 Milligramm. Wo genau die potentielle Schädlichkeit anfängt, ist nicht bekannt. Doch der Biologe Ernie Hubbard hat in Zusammenarbeit mit Ärzten herausgefunden, dass viele gesund lebende Patienten zu viel Thallium und andere Schwermetalle im Blut haben, und dass ihre Beschwerden zurückgingen, nach dem sie den Konsum vom Kreuzblütlern und grünen Smoothies eingeschränkt hatten.

Grüne Spinatblätter auf dem Holzbrett play
Spinat kann einer neuen Studie zufolge auch helfen, geistigen Abbau zu vermeiden. Aber besser gekocht. Thinkstock

 

Das dritte Problem sind die in Kreuzblütern gehäuft vorkommen Oxalate. Davon sollte man pro Tag nicht regelmässig mehr als 250 Milligramm mit der Nahrung aufnehmen. 100 Gramm Spinat enthalten im Schnitt 970 Milligramm Oxalat, wovon allerdings 95 bis 98% wieder mit dem Urin ausgeschieden wird. Wieviel Oxalat im Körper bleibt (Bioverfügbarkeit), ist allerdings von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Bei Kleinkindern ist die Bioverfügbarkeit sehr hoch. Das erklärt ihre natürliche Abneigung gegen «gesunden» Spinat.

Zu viel des Guten

Das heisst keineswegs, dass man grünes Blattgemüse von Speisezettel streichen soll. Im Normalfall überwiegen die Vorteile (Vitamine, Mineralstoffe, sekundendäre Pflanzenstoffe) bei weitem. Aber man sollte ein paar Dinge wissen: Biologische Gemüse enthalten deutlich weniger Thallium und Schwermetalle als konventionell angebaute und gedüngte. Oxalate werden durch Calcium (z.b. in Kartoffeln) und Ballaststoffe im Magen und im Darm neutralisiert. Mangold etwa weist ein gutes Verhältnis von Calcium und Oxalat auf. Eine gute Idee ist es auch, das Gemüse zu kochen und zu dämpfen. Das ist zwar schlecht für den Vitamin-C-Gehalt, doch Hitze verringert auch den Gehalt an natürlichen Östrogenen und an Oxalaten. Gekochte Randen etwa enthalten weniger davon als rohe.

Kohlgemüse ist Spitze

Es gibt keinen Grund, um die Familie des Chabis einen Bogen zu machen: Egal ob Weiss-, Rot-, Blumen- oder Rosenkohl, das gut lagerbare und den ganzen Winter erhältliche Kohlgemüse ist leicht und gesund. Und richtig zubereitet zudem überaus wohlschmeckend und bekömmlich, sagt Martina Lanzendörfer, Ernährungsberaterin von BLICK eBalance.

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Fazit: Die meisten Leute essen eher zu wenig Kohl-und Blattgemüse. Doch wer sich total gesund ernährt, Sport treibt sich dennoch nicht so ganz gesund fühlt, sollte scharf nachdenken und sich vielleicht nicht mehr so viele grüne Smoothies durch den Kopf gehen lassen.

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