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Hungrige Immobilienhaie setzen auf Verpflegung: Gastro-Betriebe verdrängen Büros und Shops

ZÜRICH - Büroräumlichkeiten und Shops zu vermieten, das war einst das Erfolgsrezept der Immobilien-Verkäufer. Heutzutage hat ein anderer Zweig die Immobilienbranche erobert: die Gastronomie.

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Molino-Pizza, McDonald's-Burger oder Sushi – ob italienisch, Ami-Style oder asiatisch – in Schweizer Einkaufscentern machen sich die Beizer breit zulasten der Modegeschäfte. Die Leute kommen nur noch zum Essen in die Malls anstatt zu shoppen, berichtete BLICK. Aber auch an Flughäfen, an Universitäten und Marktplätzen schiessen Gastro-Angebote wie Pilze aus dem Boden.

 

Die Gastronomie scheint die Immobilienwelt im Sturm zu erobern. So sind auch kulinarische Amüsements wie Street-Food-Festivals, Foodtrucks oder Pop-up-Restaurants nicht mehr aus den Schweizer Grossstädten wegzudenken. Der Gastro-Hype kommt den Immobilien-Verkäufern gelegen.

Pro Besuch geben Herr und Frau Schweizer 35 Franken aus

Laut Immobilien-Report der Beratungsfirma Wüest Partner werden jährlich 22,4 Milliarden Franken in Schweizer Gastrobetrieben ausgegeben – ein sichtlich lukratives Geschäft. Pro Person und Besuch sind das im Schnitt gar 35 Franken

Trotz der riesigen Konkurrenz auf dem Schweizer Markt haben Gastronomie-Konzepte gute Chancen, sich zu etablieren, heisst es denn auch im aktuellen Report. Der Erfolg oder eben Misserfolg eines Gastro-Unternehmens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der wichtigste ist mit Sicherheit die Lage – denn: ein guter Standort ist schon die halbe Miete.

Attraktiver Standort lockt Gäste an

In urbanen Gegenden konzentrieren sich Arbeitsleben und Freizeitgestaltung auf engem Raum. Dort, wo Geschäftsleute Businesslunchs abhalten, Mamis sich zum Käfele treffen und Jugendliche nach der Schule rumhängen ist fruchtbarer Boden für Gastro-Betreiber.

Sämtliche Retailflächen in der Schweiz den Gastrobetrieben zugänglich zu machen, wäre laut Wüest Partner jedoch nicht sinnvoll und würde nur kurzfristig funktionieren. Sinnvoller hingegen ist eine ausgewogene Kombination verschiedener Raum- und Flächennutzungen.

Dazu gehören beispielsweise Coworking Spaces, also Arbeitsräume, die tage- oder stundenweise gemietet werden können und mit sämtlicher Office-Infrastruktur ausgestattet sind, Tagesstätten, Arztpraxen und selbstverständlich Gastro-Einrichtungen.

Tourismus treibt Gastro-Betriebe an

Verkehrsdrehscheiben wie Bahnhöfe locken Menschenmassen an und generieren so automatisch Laufkundschaft für die dort angesiedelten Betriebe. Doch nicht nur eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, auch die Möglichkeit, sein Auto vor dem Lokal abzustellen, kann laut den Immobilien-Experten den Erfolg eines Lokals begünstigen. 

Nicht nur Geschäftsleute und Studenten treiben die Gastronomie an, auch Touristen sind wichtige Konsumenten. Liegt das Restaurant in der Nähe von Sehenswürdigkeiten und touristischen Attraktionen, so können auch Touristen angelockt werden.  

Für den langfristigen Erfolg eines Restaurants oder Cafés reicht ein guter Standort aber nicht aus. Eine angenehme Atmosphäre im Lokal, eine freundliche und zuvorkommende Bedienung und – das höchste Gut in der Gastronomie schlechthin – feines Essen sind nach wie vor matchentscheidend. Ohne dies kann ein Restaurant standorttechnisch noch so nahe liegen.

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