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Im Wallis werden Fotofallen gestohlen: Berner Raubtier-Projekt wird sabotiert

BERN - Forscher der Berner Uni wollen mit Fotofallen Luchs und Wolf beobachten. Nun wurden im Wallis über fünfzig dieser Kameras gestohlen oder zerstört. Der Schaden: über 50 000 Franken.

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Der Wolf M35 wurde 2013 im Goms geschossen, er hatte Schafe gerissen. play
Der Wolf M35 wurde 2013 im Goms geschossen, er hatte Schafe gerissen. Keystone

Um Lausbubenstreiche handelt es sich hier kaum: Das Projekt der Abteilung «Conservation Biology» der Uni Bern wird offensichtlich sabotiert. Vergangene Woche informierte die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Wallis: Mehr als fünfzig Infrarot-Fotofallen, die Berner Forscher im Wallis aufgestellt hatten, wurden gestohlen oder zerstört. Die Schadenssumme beträgt über 50 000 Franken. Bereits in einer Testphase 2011 waren Kameras geklaut, die Polizei eingeschaltet worden, wie das Walliser Nachrichtenportal 1815.ch damals meldete.

Ursache dürfte das Forschungsobjekt der Berner Biologen sein: Es geht um Grossraubtiere wie den Wolf oder den Luchs. Die Kameras sind oder waren quer durch den Kanton verteilt und sollen beobachten, wie diese Tiere an ihre Beute kommen. Das Projekt soll neue, wissenschaftliche Grundlagen zum «Management» der Grossraubtiere liefern. Für manchen Walliser lassen sich Wolf und Luchs jedoch nicht «managen» – sondern nur abschiessen.

«Tausendfränkige Kameras? Nicht zu bedauern.»

Das Mitleid hält sich auf 1815.ch bei den Leserreaktionen zur aktuellen Meldung denn auch in Grenzen. Es dominiert der Galgenhumor.

«Gäbe es keinen Luchs und Wolf, bräuchte man auch keine Fotofallen, es gäbe keinen Schaden», schreibt einer. «Wer sich den Luxus leisten kann, so viele tausendfränkige Kameras für ein paar Luchs-Fotos aufzustellen, der ist nicht zu bedauern», heisst es in einem anderen Posting.

Ein weiterer Schreiber mutmasst, die Akademiker aus Bern würden wohl einfach die Kameras im Wald nicht mehr finden. Dabei gibt es aus Datenschutzgründen Hinweistafeln zu den einzelnen Standorten. Die Kameras sind zwar auf den Boden gerichtet, sollten also keine Wanderer ablichten. Dennoch haben sich die Berner Forscher für diese zusätzliche Info-Dienstleistung entschieden. Eine Information, die wohl vor allem den Dieben geholfen hat.

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