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Jährlich geben wir 1,5 Milliarden Franken für Haustiere aus: So viel sind uns Katzen und Hunde wert

Was wäre ein grosser Haustier-Report, ohne die Kosten für unsere Vierbeiner unter die Lupe zu nehmen. Im Gegensatz zu anderen Branchen kennt der Haustierbedarf keine Krise.

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Haustiere tun den Menschen gut. Sie wirken positiv auf die Gesundheit ihrer Besitzer. Und sie sind pädagogisch wertvoll für den Nachwuchs. Haustiere können aber auch ganz schön ins Geld gehen.

Halter geben hierzulande jährlich rund 1,5 Milliarden Franken für ihre tierischen Freunde aus. Laut Bundesamt für Statistik entfallen allein auf Haushalte mit Hund oder Katze monatliche Kosten von durchschnittlich 89 Franken. Pro Jahr macht das im Schnitt 1068 Franken.

Der «Beobachter» beziffert die jährlichen Kosten für den Hund sogar auf 1500 bis 2000 Franken. Für die Katze auf 1000 bis 1300 Franken. Für Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder einen Vogel seien 500 bis 700 Franken einzuplanen. Anschaffungskosten sind jeweils nicht einberechnet.

Eine Investition wie für einen Kleinwagen: Eine Berechnung des Vergleichsdienstes Comparis zeigt, dass eine Katze mit einer Lebensdauer von 15 Jahren rund 20'000 Franken verschlingt. Und dies ohne Berücksichtigung der Kosten für den Tierarzt bei Unfällen oder Krankheiten. Eine Zahninfektion bei Katzen schlägt schnell mal mit bis zu 1000 Franken zu Buche. Eine Magendrehung bei grossen Hunden schenkt mit 3000 Franken ein. 

Bei diesen Beträgen wundert es nicht mehr, dass heute fast jeder Versicherer Haustierversicherungen im Programm hat.

Heimtierbedarf kennt keine Krise

Geht es ums liebe Tier, sind Schweizerinnen und Schweizer ausgabefreudig – trotz verändertem Konsum, steigender Krankenkassenprämien und Frankenstärke. «Das zeigt sich auch darin, dass Herrchen und Frauchen vermehrt Biotiernahrung einkaufen», heisst es beim Marktforschungsinstitut GfK Switzerland.

Laut dessen Marktzahlen wachsen die Umsätze der grossen Heimtier-Ketten kontinuierlich. Die Gruppe um Fressnapf Schweiz, Pet Vision und Maxi Zoo erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 90 Millionen Franken. Das ist ein Viertel mehr als 2010. Die Tierladenkette Qualipet setzte 2016 sogar 169 Millionen Franken um. Im Jahr 2010 waren es noch 142 Millionen. 

Dabei nähert sich gerade der Markt für Hundefutter immer mehr dem Lebensmittelmarkt an: Bierhefe (600 g) zur Nahrungsergänzung für den Hund für stolze 24 Franken bei Anifit.ch. Harmony Deluxe Rind (100 g) für die Katze kosten 4.50 Franken bei Qualipet. 

Nicht nur deluxe oder bio, es darf auch ruhig Vegetarisches oder Veganes, ja sogar exotischer Superfood in den Hundenapf. Gluten- und getreidefrei, versteht sich.

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Verkaufsrenner Hundekissen Donut mit  Chihuahua Sunny, gesehen bei Just4Dogs in Erlenbach ZH.  zVg

Bei der exklusiven Geschenk-Hundeboutique Just4Dogs.ch an der Zürcher Goldküste waren vor Weihnachten besonders die Hundeschlafkissen gefragt. Kostenpunkt pro Stück: 259 Franken. «Diese flauschigen Donuts sind der Renner», sagt Inhaberin Karin Jenny zu BLICK. Kulinarische Highlights seien Hunde-Pralinen zu Silvester und Hundecakes zum Geburtstag.

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Just4Dogs in Erlenbach ZH hat sich auf exklusive Hundegeschenke spezialisiert. zVg

Die Masse interessiert sich vor allem für Heimelektronik fürs Haustier: Kameras, Tracker, Futterautomat oder digitale Games (siehe Artikel Gadgets).  

Mit dem Haustier ins Tierhotel

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Piet Umiker (31), Chef des Tierhotels 5 Stern in Niedergösgen SO: «Wir raten Tierhaltern, sich bereits im Auto von ihren Lieblingen zu verabschieden, und das möglichst neutral.» Philippe Rossier

Hochsaison haben derzeit Tierpensionen. Davon hat sich BLICK vor Ort beim Tierhotel 5 Stern in Niedergösgen SO überzeugt. «Unser Geschäft läuft auf Hochtouren», bestätigt Inhaber Piet Umiker (31). Zusammen mit acht Vollzeittierpflegerinnen kümmert er sich aktuell um 40 Hunde und 25 Katzen. Dazu kommen Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen, auch Exoten wie kleine Echsen gehören zu seinen Hotelgästen.

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Tierpflegerin Olivia mit Anuschka (Norwegische Waldkatze) im Hoteltrakt für Katzen. Philippe Rossier

«Wie über Neujahr ist die Auslastung auch während der Schulferien immer sehr hoch», erklärt Umiker. Gegen 40 Prozent der Hotelkapazität während der Sommerzeit sei schon reserviert. 

Die Preise für den Tieraufenthalt (Vollpension) hält Umiker für fair. Die Kosten pro Übernachtung für den Hund bestimmt das Gewicht des Tiers. Die Spanne geht von 39 bis 48 Franken – all inclusive. Der Hundeaufenthalt für sieben Nächte kostet mindestens 273 Franken. Katzen kosten 25 Franken und Kleintiere 15 Franken pro Nacht. 

Umikers Kunden kommen mehrheitlich aus den Kantonen Aargau und Solothurn. «Wir haben aber auch Haustierbesitzer, die aus St. Gallen oder Zürich anreisen», sagt Umiker. Weil sie ihre Tiere nicht in den Ferienflieger nehmen wollen, machten sie gerne vor dem Abflug am Flughafen Zürich einen Abstecher nach Niedergösgen.

«Vielleicht ist das bald schon nicht mehr nötig, denn wir planen einen zweiten Standort unseres Tierhotels in Winterthur», sagt Umiker.

Mit dem Haustier in die Ferien

Ein Tick aufwendiger – und nicht unbedingt günstiger als das Tierhotel – ist das Haustier als Frachtgut. Als besonders tierfreundlich gilt etwa die Swiss. Hunde und Katzen unter 8 Kilogramm (inklusive Gehege) dürfen mit in die Kabine. Der Transport kostet bei einem Schweiz-Europa-Flug 60 Franken, bei einer Interkontinentalverbindung aus der Schweiz heraus sind es 90 Franken.

Grössere Hunde müssen in den Frachtraum des Fliegers. Die Kosten steigen auf 240 Franken (Europaflug) und 360 Franken (Interkontinentalflug). Gegen 3800 Tiere – darunter auch Hasen, Vögel oder Reptilien – reisen jährlich als Gepäck im Swiss-Flugzeugrumpf mit. In der Kabine sind es rund 17’000 pro Jahr.

 

Achtung: Mitfliegende Hunde und Katzen benötigen mindestens einen Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und den Haustierausweis. Auch das ist mit Kosten verbunden.

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Diese Katze schnurrt zwar, kann aber nichts fühlen. Roboter-Büsi von Hersteller Hasbro, erhältlich bei Amazon für rund 100 Franken. Stephan Savoia

Noch ein Tipp zum Schluss: Pflegeleichter geht es mit Buddy. Dieses Büsi schnurrt zwar, wenn es gestreichelt wird. Doch es fühlt nichts dabei. Buddy ist ein Roboter-Büsi des Spielzeug-Herstellers Hasbro. Die Kosten für Anschaffung und Unterhalt sind dafür äusserst gering: 100 Franken bei Amazon.

Schweizer Feuerwehr fängt Exoten

Eine Katze vom Baum retten, kann die Schweizer Feuerwehr schon lange. Doch was macht man mit gefährlichen Schlangen oder Spinnen? Darum sind die Exoten-Kurse für Feuerwehrmänner gefragt. «Alles ist ausgebucht», sagt Walter Pfammatter vom Schweizerischen Feuerwehrverband zur Nachrichtenagentur SDA. Experten zeigen in einem Kurs, wie man einheimische von importierten Schlangen unterscheidet. Sie üben das Schlangen-Fangen mit Haken, das Spinnen-Retten mit Handschuhen. Für Skorpione wird der Einsatz einer Schachtel empfohlen. 

Der grosse BLICK-Tierreport

In einer Serie beleuchtet BLICK die tierischen Lieblinge der Schweiz. Ob Katzen, Hunde, Hasen oder Exoten – Haustiere haben einen festen Platz in den Schweizer Haushalten. BLICK  räumt dabei mit Vorurteilen auf und zeigt auch die liebsten Tiere unserer Leser.

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